Im Cup-Finale gegen Meister Red Bull Salzburg: Admira will ersten Titel seit 50 Jahren

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Am Mittwoch treffen Red Bull Salzburg und Admira Wacker Mödling aneinander.
Am Mittwoch treffen Red Bull Salzburg und Admira Wacker Mödling aneinander. - © APA
Am Donnerstagabend treffen Red Bull Salzburg und Admira Wacker Mödling im Cup-Finale aufeinander. Während die Bullen das Triple-Double im Visier haben, wollen die Admiraner den ersten Titel seit 50 Jahren holen.

Die klare Favoritenrolle der “Bullen”, die als erstes Team Meistertitel und Cupsieg in drei Saisonen en suite holen könnten, ist unbestritten. Doch im Lauf der Meisterschaft machte es die Admira den Salzburgern meist nicht leicht. Abgesehen vom 0:8-Debakel am 17. Oktober konnte Salzburg nie mit mehr als einem Tor plus gewinnen, im ersten Saisonduell musste sich der Meister in der Südstadt gar mit einem 2:2 begnügen. “In den Duellen der heurigen Meisterschaft waren drei sehr eng, deshalb haben wir auch Chancen, den Cup zu gewinnen”, meinte Admira-Trainer Ernst Baumeister.

Admira ist heiß auf Cup-Titel

“Wir haben unser erstes Ziel, die Europacup-Teilnahme, erreicht, jetzt müssen wir im Cupfinale keinen Rucksack tragen”, betonte der ehemalige ÖFB-Teamkicker, für den es das letzte Spiel als Chefcoach der Niederösterreicher ist. Er tritt in der kommenden Saison zugunsten des bisherigen “Co” Oliver Lederer ins zweite Glied zurück.

Lederer wiederum sieht sein Team trotz einer unerwartet guten Saison mit Platz vier nicht satt. “Die Frage nach der Müdigkeit stellt sich nicht. Wir hauen alles raus, was noch überbleibt”, sagte der 38-Jährige. Schließlich habe man im Saisonfinish dem Druck nicht wie erhofft ganz standhalten können. “Wir haben den absoluten Stresstest nicht bestanden”, meinte Lederer, der eventuell auf den am Oberschenkel angeschlagenen Verteidiger Thomas Ebner verzichten muss.

Zumindest verbal versuchte man in Salzburg, den Gegner – der auf dem Weg ins Finale u.a. Rapid ausschaltete – mit sanften Worten einzulullen. “Die Admira hat eine überragende Saison gespielt, spielt einen hervorragenden Fußball”, erklärte Sportdirektor Christoph Freund. Offensivmann Valon Berisha stieß ins gleiche Horn: “Die Admira hat eine gute Saison gespielt. Fast jedes Match in dieser Saison war spannend gegen sie. Wenn wir sie spielen lassen, dann werden sie das auch machen”, erklärte der norwegische Teamkicker.

Ähnlich vernahm sich Oscar: “Ich habe großen Respekt vor der Admira. Es wird ein schwieriges Spiel. Sie haben einen sehr guten letzten Teil der Saison gespielt. Sie wissen, wie man Fußball spielt, und sie ändern ihre Spielanlage gegen keinen Gegner.” Auf dem Weg zum 18. Salzburger Sieg in einem Cupspiel en suite muss Oscar wie schon in den letzten drei Ligapartien aber möglicherweise auf seinen spanischen Landsmann und Goalgetter Jonatan Soriano verzichten. Oscar wollte erst am Donnerstag über einen Einsatz des an der Wade blessierten Stürmers entscheiden.

Red Bull Salzburg will Triple-Double holen

Oscar hält offenbar nichts davon, die Mannschaft für ein mögliches “Nachsitzen” vorzubereiten. “Es hat kein Elfmetertraining gegeben, und es wird auch keines geben”, erklärte er. Begründung: “Es geht mehr eine mentale Situation als um die Übung.” An ein Elferschießen braucht er auch nicht unbedingt zu denken, zum bisher letzten Mal passierte das den “Bullen” im September 2013 in der 2. Cup-Runde in Lankowitz.

Damals bekam Goalie Alexander Walke nichts zu halten, der entscheidende Elfer ging über das Tor, Salzburg kam weiter. “In Österreich habe ich überhaupt noch keinen Elfer gehalten”, musste Walke bekennen, “aber in Deutschland war ich ein Killer.” Auch er bereitet sich nicht eigens auf ein eventuelles Elferschießen vor: “Ich werde kein Extra-Elfmeter-Training und keine Video-Analyse von Elfern machen.”

Allen historischen Chancen der beiden Teams zum Trotz ist im Wörthersee-Stadion keine Rekordkulisse zu erwarten. Bis Mittwochmittag waren laut ÖFB rund 10.000 Tickets abgesetzt, damit nähert man sich der Zahl von 2014, als sich beim Finale zwischen Salzburg und St. Pölten 11.600 Zuschauer auf den Rängen einfanden.

(APA/red)

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