Im Burgenland rollt der Wahlkampf an

Burgenland-Wahl: Wahlkampf mit Plakaten, Bussen, Landschaftselementen
Burgenland-Wahl: Wahlkampf mit Plakaten, Bussen, Landschaftselementen - © APA/ROBERT JAEGER
Im Burgenland prägen etwa fünfeinhalb Wochen vor der Landtagswahl am 31. Mai bereits viele Wahlplakate das Landschaftsbild. Bis auf die ÖVP haben schon alle Parteien Plakate präsentiert bzw. aufgehängt.

Die Volkspartei setzt bewusst auf den Mai als Wahlkampf-Monat und verzichtet auf 16- und 24-Bogen-Plakate, sagte Landesgeschäftsführer Christian Sagartz im APA-Gespräch.

Die Plakate der ÖVP und SPÖ

Die SPÖ hat am vergangenen Freitag die Plakate von Landeshauptmann Hans Niessl präsentiert. Er zeigt sich u.a. mit Familienhund “Rico” und Jugendlichen unter dem Titel “Zukunftsgarant für’s Burgenland”. Insgesamt wurden 300 16- und 24-Bogen-Plakte im ganzen Land affichiert. Plakatiert werde abhängig von der Bezirksgröße, erläuterte Landesgeschäftsführer Robert Hergovich. Werbend durchs Land fährt die SPÖ mit einem großen Bus und zwei Wahlkampfautos sowie einem Klein-Bus und zwei Autos für Bezirkskandidaten.

Bei der ÖVP schaut das ganz anders aus. “Wir haben 100 8-Bogen-Plakate und rund 1.500 Kleinplakate, dazu kommen Transparente und Landschaftselemente. Wir haben kein 16-Bogen-Plakat, wir haben kein 24-Bogen-Plakat und zwar bewusst, um einen anderen Stil des Wahlkampfs darzustellen”, so Sagartz. Auf den Straßen werden drei voll gebrandete Service-Busse (Neunsitzer) – darunter auch der Franz-Steindl-Bus (Landeshauptmannstellvertreter) – unterwegs sein. Anders als 2010 habe man bewusst keinen Großraumbus.

Die Plakate der FPÖ und der Grünen

Die Freiheitlichen haben 120 Fix-Flächen im 16-Bogen-Format, 120 mobile im 16-Bogen-Format und 4.000 A0-Plakate. Die Platzierung erfolgt laut Klubdirektor Alexander Petschnig abhängig von der Einwohnerzahl und der Stärke der FPÖ. Für jeden Regionalwahlkreis ist außerdem ein Klein-Bus gestellt. Die Freiheitlichen setzen in ihrer “Heimvorteil”-Kampagne auf Slogans wie “Heimische Könner statt Ost-Dumpinglöhner!” Im Eisenstädter Ortsteil St. Georgen scheint so mancher wenig von den Plakaten zu halten. Dort wurden fünf Plakatständer mutwillig zerstört, berichtete die Partei. Der Vandalenakt wurde angezeigt.

Die Grünen affichieren rund 1.500 Plakate. “Wir haben 270 Plakate 16-Bogen, 500 4-Bogen und 700 A0 und plakatieren entsprechend der Bevölkerungszahl”, sagte Anita Malli, Landesgeschäftsführerin. Unterwegs ist man mit einem grünen Tourbus, ebenfalls ein Klein-Bus. Von den Plakaten lächelt u.a. zum Thema “Bauer sucht Bio” eine Paradeiser.

Bundnis Liste Burgenland und die NEOS

Das Bündnis Liste Burgenland will “Jetzt. Ausmisten” und setzt in Summe auf 150 Großplakate in den Formaten 16- bis 48-Bogen sowie auf A0-Plakate in den Gemeinden. Gegen Ende werde es nur noch auf 24-, 32- und 48-Bogen-Plakate geben. Auf den Straßen werden fünf gebrandete Autos unterwegs sein. Zusätzlich ziert das Sujet der beiden Spitzenkandidaten die Heckscheibe ihrer Autos, so Wahlkampfmanager Martin Klikovits.

Die NEOS konzentrieren sich auf “unsere Hochburgen”, erklärte Regionalwahlkampfleiter Manuel Güll. Insgesamt wird es in rund 15 Städten und Gemeinden wie etwa in Eisenstadt, in Neusiedl am See oder Oberpullendorf 16-Bogen-Plakate geben – “dort, wo wir bei der EU-Wahl und bei der Nationalratswahl stark waren”. Wie viele es in Summe seien, wurde nicht genannt. “Fahrende Plakate” gibt es bei den NEOS nicht – “aber auf den Privatautos unserer Kandidaten wird es NEOS-Aufkleber geben.”

>> Die Landtagswahlen im Burgenland

(APA)

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