IGB wird in Wien gegründet

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Trotz aller Tumulte rund um den ÖGB ist ihr Präsident Hundstorfer derzeit „sehr stolz“: Am Mittwoch ist Wien Schauplatz der Gründung des Internationalen Gewerkschafts-Bundes (IGB).

Auch der designierte IGB-Generalsekretär Guy Ryder zeigte sich angetan vom Veranstaltungsort. Der ÖGB habe eine „lange Tradition der Internationalität“, meinte er bei einer Pressekonferenz am Montag.

„Wien erfüllt alle Voraussetzungen für die Abhaltung eines solchen Gründungskongresses“, argumentierte Ryder die Auswahl des Geburtsortes der Weltgewerkschaft. 1.600 Delegierte werden bis Dienstag in Wien eingetroffen sein, Ziel ist das Messegelände, wo die Veranstaltung bis Freitag laufen wird. Der neue Generalsekretär der Weltgewerkschaft betonte auch, dass sich Wien besonders dafür eingesetzt habe, dass der Gründungskongress hier stattfinden kann. Die Entscheidung sei dann schnell getroffen worden, „wir waren alle sehr froh“.

Ryder erklärte außerdem die Motive, warum der christlich orientierte WVA mit dem größeren und linksorientierten IBFG nun fusionieren werde: Es gebe keinen Grund mehr für eine Teilung, angesichts der neuen Herausforderungen wie den Auswirkungen der Globalisierung auf den Arbeitsmarkt. Es handle sich außerdem nicht nur um eine Fusion der zwei Organisationen, sondern um die Gründung einer komplett neuen und größeren Organisation.

Dass der IGB künftig mit einer Sprache sprechen werde, betonte auch Hundstorfer. „Wir müssen und werden die Gewerkschaften weltweit enger vernetzen“, erklärte er den Kurs – und kam nicht umhin, die historische Bedeutung für Österreich in Erinnerung zu rufen: „Wien wird immer Gründungsort gewesen sein.“ Für Österreich sei dieser Schritt historisch, der ÖGB – dies bestätigte auch Ryder – habe bei internationalen Aktivitäten schon immer eine Vorreiterrolle gespielt.

Drei Schwerpunkte für die künftige Arbeit der Weltgewerkschaft nannte ÖGB-Vizepräsidentin Renate Csörgits: Vor allem müsse man sich intensiv für Frauenrechte einsetzen. Dafür sei die Gründung des IGB „ein wichtiger Meilenstein“. Weiters seien die Wahrung der Gewerkschaftsrechte und der Einsatz gegen Kinderarbeit Aufgaben für die Zukunft. Csörgits: „Das ist ein richtiger Schritt in die richtige Richtung.“

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