IFM will Beteiligung an Flughafen Wien- Schwechat auf 39,9 Prozent erhöhen

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IFM will seine Beteiligung am Flughafen Wien-Schechat erhöhen.
IFM will seine Beteiligung am Flughafen Wien-Schechat erhöhen. - © DAPD (Sujet)
Um bis zu 10 Prozent möchte der australische Pensionsfonds IFM seinen Anteil am Flughafen Wien-Schwechat erhöhen und bietet den Aktionären dazu in einem freiwilligen öffentlichen Angebot 100 Euro pro Aktie. Die Aktie befindet sich damit deutlich im plus gegenüber dem Schlusskurs vom vergangenen Freitag und gegenüber dem Durchschnittskurs. Derzeit hält IFM 29,9 Prozent am Flughafen.

Das öffentliche Angebot wird von Airports Group Europe S.à r.l. (“Airports Group Europe”), einer indirekten Tochtergesellschaft von IFM Global Infrastructure Fund (IFM GIF), abgegeben werden, teilte der Pensionsfonds am Montag mit. Airports Group Europe hatte im Jahr 2014 im Rahmen eines freiwilligen öffentlichen Angebots bereits eine Minderheitsbeteiligung von 29,9 Prozent am Flughafen Wien erworben. Der Großteil der Investoren von IFM GIF sind institutionelle Pensionsfonds, die Erspartes von Millionen von Arbeitnehmern aus Australien, dem Vereinigten Königreich, Kontinentaleuropa, den Vereinigten Staaten und Kanada veranlagen.

IFM will Beteiligung an Schwechater Flughafen um 10% erhöhen

Das Angebot werde entsprechend dem Übernahmegesetz veröffentlicht, sofern die Veröffentlichung des Angebots nicht durch die Übernahmekommission untersagt wird, so der Pensionsfonds. “Die hervorragende Arbeit des Vorstandes und des Aufsichtsrates sowie die erfolgreiche Umsetzung der Strategie haben uns überzeugt”, so IFM-Investment Direktor Werner Kerschl zur APA. Lobende Worte fand er auch für die öffentliche Hand, die eine gute Standortpolitik mache. Dazu würden die Verbesserung der Verkehrsanbindung und die Tourismusinitiative zählen.

Das Land Niederösterreich und die Stadt Wien halten als Syndikatspartner zusammen 40 Prozent am Flughafen Wien. IFM Investors rechnet damit, dass Niederösterreich und Wien sowie die Mitarbeiterstiftung weiterhin insgesamt 50 Prozent der Aktien halten werden und somit auch weiterhin über die Mehrheit verfügen.

Flughafen Wien-Aktien nach IFM-Angebot vom Handel ausgesetzt

Die Aktien des Flughafen Wien werden am Montagvormittag an der Wiener Börse verspätet in den Handel starten. Bis 10.00 Uhr sind die Aktien laut Informationen der Wiener Börse vom Handel ausgesetzt.

Grund ist das Übernahmeangebot des australischen Pensionsfonds IFM für weitere zehn Prozent am Flughafen. Der gebotene Preis liegt bei 100 Euro je Aktie und damit um fast 21 Prozent über dem Schlusskurs vom Freitag. Bisher hielt der Fonds 29,9 Prozent und will nun auf 39,9 Prozent aufstocken. Normalerweise muss hierzulande ein Aktionär ab einer Kontrollschwelle von 30 Prozent ein Pflichtangebot für sämtliche Aktien legen. Die IFM-Tochter Airports Group Europe ist davon laut Übernahmegesetz entbunden, solange diese nicht über mehr Stimmrechte als die Syndikatspartner Land Niederösterreich und Wien verfügt, die derzeit gemeinsam 40 Prozent halten.

Rasinger sieht Anteilserhöhung von IFM gemischt

Dass der australische Pensionsfonds IFM seinen Anteil am Flughafen Wien um bis zu 10 Prozent erhöhen will, stößt bei Kleinanlegervertreter Wilhem Rasinger auf geteiltes Echo. Einerseits sei es ein großes Kompliment für die Flughafenführung und ein starkes Zeichen für die Zukunft, andererseits sei es traurig, dass sich österreichische Investoren die Chance entgehen haben lassen. Für die Wiener Börse sei die Reduktion des Streubesitzes nicht erfreulich. Aber es sei nun mal so, dass hier Ausländer schneller waren, sagte Rasinger am Montag zur APA.

Die Flughafen-Wien-Aktien legten am Montag nach dem freiwilligen Angebot von IFM um 16 Prozent auf 96,1 Euro zu.

(apa/red)

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