“Ich bin kein Aufreißerkönig!”

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“Ich bin kein Aufreißerkönig!”
Es geht um Liebe. Aber nur im Job. Denn dem Seitenblicke Magazin verriet der ehemalige Kinderstar Ryan Gosling, dass er privat bei weitem nicht so ein Aufreißer ist, wie im Kino, und warum er Sexszenen nie halb angezogen drehen würde.

Stars, die privat kaum in die Schlagzeilen kommen, sind im Showbiz eher selten. Aber genau das gelingt dem gebürtigen Kanadier locker ? trotz Oscarnominierung als zweitjüngster Hauptdarsteller aller Zeiten (2007 für “Half Nelson”) und regelmäßigen Kritikerlobs für seine sonstigen Filmauftritte. Der bislang größte “Skandal”, den Ryan Gosling den Medien lieferte, war vor vier Jahren die Trennung von Freundin und “Wie ein einziger Tag”-Filmpartnerin Rachel McAdams.

Seitenblicke: Man sah Sie bislang eher in dramatischen und tiefsinnigen Rollen ? nun versuchen Sie sich erstmals in einer Komödie: In “Crazy Stupid Love” spielen Sie einen ausgemachten Playboy, der mit seinen Anmachsprüchen jede Frau rumkriegt. Welche Flirttaktik zieht bei Ihnen am besten?

Ryan Gosling: Ich verstelle mich nicht ? das ist eigentlich die beste Art, jemanden von Anfang an ohne Tricks kennenzulernen. Aber privat bin ich auch gar kein Frauenheld. Dieser Typ, den ich da im Film spiele, ist schon ein sehr spezieller Kerl. Er hängt in den besten Bars ab, ist immer wie aus dem Ei gepellt und hat offenbar reichlich Kohle. Er ist ein eingefleischter Junggeselle, der es sich zur Mission gemacht hat, jeden Abend ein neues Opfer zu finden, das er abschleppen kann. Und tatsächlich kann kaum eine Frau seinem Charme widerstehen. In dieser Hinsicht hat er mir definitiv viel voraus …

Viele Frauen werden in diesem Film ohnehin in erster Linie Ihren muskelbepackten nackten Körper bewundern. Sie hatten schon in “Blue Valentine” eine heiße Sexszene mit viel nackter Haut. Ziehen Sie gerne blank?

Ich denke über solche Szenen gar nicht nach, ich drehe sie einfach. Ich finde es albern, wenn ich in einem Film Leute beim Sex sehe ? und die sind halb angezogen. Das geht gar nicht. Niemand liebt sich so. Wenn man eine Sexszene möglichst realistisch darstellen soll, dann nackt.

Privat sind Sie auch noch Junggeselle ? aus Überzeugung?

Nein! Aber ich suche auch nicht krampfhaft nach einer Frau zum Heiraten, nur weil ich nun die 30 überschritten habe und langsam Torschlusspanik kriege. Dieser Schritt will gut überlegt sein. Sagen wir so: Ich hätte kein Problem damit, wenn ich niemals heiraten würde, aber ich will es auch nicht ausschließen.

Welchem Frauentyp sind Sie verfallen?

Blond und lange Beine? Quatsch! Ich habe keinen bestimmten Frauentyp. Aber ich mag intelligente Frauen. Ich finde, eine kluge Frau ist sexy!

Ihre Karriere begann vor 18 Jahren neben Justin Timberlake, Christina Aguilera und Britney Spears im “Mickey Mouse Club” …

Das Ganze war eigentlich nur ein Spaß. Jeder in meiner Klasse hatte sich für ein Casting angemeldet, also habe ich es auch getan. Zu meiner großen Überraschung wurde ich ausgewählt, obwohl ich kaum Ahnung vom Singen, Tanzen oder Schauspielern hatte. Ich bekam einen Zweijahresvertrag, wurde am Ende aber eher selten eingesetzt. So hatte ich genug Freizeit für die Achterbahnen von Disney World.

Inzwischen haben Sie eine Oscarnominierung am Konto, auch aus Timberlake, Aguilera und Spears wurden Weltstars.

Ja, das war eine gute Talenteschmiede, die Disney da hatte. Es war eine tolle Zeit. Vor allem mit Justin Timberlake habe ich mich prima verstanden. Und wir haben auf dem Studiogelände eine ganze Menge Unsinn getrieben.

Britney Spears hatte ihre Probleme mit dem Ruhm. Ist Ihnen auch schon mal alles über den Kopf gewachsen?

Nein, ich habe die Spielregeln im Showbiz zum Glück recht schnell durchschaut und mich deshalb stets bemüht, lieber unter dem Radar zu fliegen, als dauernd die Öffentlichkeit zu suchen. Damit bin ich bislang gut gefahren. Britney tut mir leid. Ich wünsche ihr sehr, dass sie wieder zurück auf ihren Weg findet.

Das gesamte Interview mit Hollywood-Star Ryan Gosling lesen Sie im neuen Seitenblicke Magazin (32|11)!

(Seitenblicke Magazin/Foto: dapd)

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