Hunderte angeblich illegal verkaufte Taxilizenzen: Prozessbeginn in Wien

Zwei Prüfer sollen sich jahrelang bestechen haben lassen und kräftig abkassiert haben
Zwei Prüfer sollen sich jahrelang bestechen haben lassen und kräftig abkassiert haben - © BilderBox.com (Sujet)
Ein Prozess um angeblich illegal verkaufte Taxilizenzen startet am Montag im Wiener Landesgericht. Zwei Prüfer der bei der Wirtschaftskammer eingerichteten Taxi-Kommission sollen im großen Stil von Taxlern “Schmiergeld” kassiert haben.

Jahrelang sollen die Prüfer laut Anklage angehenden Taxlern die erforderlichen Kenntnisse der Straßenverkehrsordnung sowie Ortskundigkeit bestätigt haben, obwohl diese teilweise nicht einmal Deutsch sprachen.

Schmiergeld – Taxischeine unrechtmäßig kassiert

Folgt man dem Strafantrag der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA), dürften in der Bundeshauptstadt hunderte Taxifahrer auf nicht rechtmäßige Weise in den Besitz des Taxischeins gekommen sein. Eine Prüferin soll sich in mehr als 300 Fällen schmieren haben lassen und jeweils mindestens 800 Euro kassiert haben.

Taxilizenzen gegen Bezahlung: Prozess gegen Prüfer

Billiger war es bei einem heute 43 Jahre alten Kollegen. Der verlangte laut Anklage in einer Vielzahl von Fällen zumindest 300 Euro. Ein Mittelsmann, der die beiden mit zahlungswilligen Kunden versorgt haben soll, und 15 Taxifahrer, denen Bestechung bzw. Beteiligung an der Bestechung angekreidet wird, müssen sich ebenfalls vor einem Schöffensenat (Vorsitz: Nicole Rumpl) verantworten.

>>Betrug mit Wiener Taxilizenzen: Ermittlungen laufen

(apa/red)

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