Homo-Ehe: 16 "Verpartnerungen" im ersten Halbjahr

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Homo-Ehe: 16 "Verpartnerungen" im ersten Halbjahr
Salzburg - Seit Jahresbeginn ist es homosexuellen Paaren in Österreich möglich, ihre Partnerschaft bei der Bezirkshauptmannschaft bzw. am Magistrat eintragen zu lassen. In Salzburg haben bislang 16 Pärchen den Schritt gewagt.

In den ersten sechs Monaten seit Inkrafttreten des neuen Gesetzes haben 429 Paare österreichweit den Schritt der Verpartnerung gewagt. In zwei Drittel der Fälle handelt es sich dabei um Männer und die meisten Eingetragenen Partnerschaften werden laut einer internen Erhebung des Innenministeriums in der Bundeshauptstadt verzeichnet.

Von Jänner bis Juni 2010 sind in Wien 224 “Homo-Ehen” geschlossen worden, dies ist mehr als die Hälfte aller in ganz Österreich. In Niederösterreich waren es im gleichen Zeitraum 60 und in der Steiermark 48. In Oberösterreich nahmen 34 Paare und in Tirol 25 einen Termin bei der Bezirkshauptmannschaft wahr. In Salzburg wurden 16 und in Kärnten elf Verpartnerungen registriert. Im Burgenland und in Vorarlberg gab es die wenigsten “Homo-Ehen”. Von den sieben Partnerschaften im Burgenland wurden aber fünf von Frauen geschlossen. In Vorarlberg waren es jeweils zwei schwule und zwei lesbische Pärchen.

Was die Verteilung auf die sechs Monate betrifft, ist in der Statistik fast kein Unterschied auszumachen, lediglich im Mai und Juni zeigte sich eine etwas höhere Zahl von Verpartnerungen. Sie pendelte somit zwischen 60 im April und 80 im Juni. Rund 70 Prozent der “Homo-Ehen” werden zwischen Österreichern geschlossen. In 27,5 Prozent der Fälle waren es Partnerschaften mit einem Nicht-Österreicher, in 1,6 Prozent stammten beide aus dem Ausland. Rund ein Drittel der “Heiratswilligen” war übrigens zwischen 41 und 50 Jahre alt.

Für Juni weist die Statistik 39 Verpartnerungen in Wien aus, gefolgt von Niederösterreich mit 13 und der Steiermark mit zwölf. In Oberösterreich wagten fünf Paare den Schritt, in Salzburg und Tirol waren es jeweils vier in diesem Monat. Zwei Verpartnerungen wurden in Kärnten gezählt und eine im Burgenland. In Vorarlberg wurde im Juni keine “Homo-Ehe” geschlossen. Insgesamt waren es 80.

Die Verpartnerungen werden vor allem in den Städten geschlossen. Neben den Landeshauptstädten nahmen etwa die Bezirkshauptmannschaften Baden mit zehn, Mödling und Tulln mit jeweils sieben oder Graz-Umgebung mit neun die meisten Zeremonien im ersten Halbjahr vor.

In Wien rechnete die zuständige MA 35 vor Inkrafttreten mit rund 450 partnerschaftswilligen Paaren pro Jahr. Mit derzeit 224 Verpartnerungen geht man hier davon aus, dies bis Jahresende auch zu erreichen, hieß es gegenüber der APA. So wird über den Sommer noch mit einem starken Andrang gerechnet. In der Bundeshauptstadt sei es außerdem möglich, nach der Unterschrift, die in den Amtsräumen zu erfolgen hat, die Dokumentenübergabe an einer netten, feierlichen Location stattfinden zu lassen.

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