“Home Invasion”: Wiener Ehepaar in eigenem Haus gefesselt und ausgeraubt

Erneut kam es in Wien zu einer "Home Invasion".
Erneut kam es in Wien zu einer "Home Invasion". - © dpa/Sujet
Nach einem Überfall auf ein Wiener Bankiers-Ehepaar im Westen Wiens sind noch keine Hinweise auf die drei Täter eingelangt.  Die 53 Jahre alte Frau und ihr um drei Jahre älterer Mann waren am Freitagabend von drei Maskierten in ihrem Eigenheim gefesselt und ausgeraubt worden.

Die Täter ließen sich bei dem Raubzug offenbar Zeit, nachdem sie das Paar gefesselt hatten, und durchsuchten das gesamte Haus. Zumindest zwei Räuber dürften mit Pistolen bewaffnet sein. Die gefesselten Opfer konnten sich nach kurzer Zeit selbst befreien.

Die 53 Jahre alte Frau trug Blessuren an den Handgelenken davon, ihr um drei Jahre älterer Ehemann erlitt keine physischen Verletzungen. Die Räuber erbeuteten Schmuck – unter anderem Ringe, Halsketten, Uhren – im Wert von mehreren zehntausend Euro.

“Home Invasions”: Bereits mehrere Fälle

Ob die Tat mit anderen ähnlich gelagerten Fällen der jüngsten Vergangenheit zusammenhängt, war laut Polizeiprecher Patrick Maierhofer zufolge noch nicht klar. Sogenannte “Home Invasions” – Überfälle im Eigenheim der Raubopfer – wurden zuletzt mehrfach bekannt.

Die Ermittler wissen offenbar aber noch nicht, ob eine Bande dahintersteckt oder es sich um verschiedene Tätergruppen handelt. Maierhofer wies daraufhin, dass sich die Vorgangsweisen bei den verschiedenen Fällen zum Teil deutlich voneinander unterschieden, zum Beispiel beim Grad der Brutalität.

Prävention ist schwierig

Vorbeugung ist in solchen Fällen schwierig. Die Polizei empfahl aber, Notfallknöpfe im Haus zu installieren, mit denen man einen stillen Alarm bei der Polizei auslösen kann. Auch ein Notalarmfunksender könnte hilfreich sein.

Die Ermittler beobachteten, dass sich die Täter bisher, sobald sie im Haus waren und ihre Opfer unter Kontrolle gebracht hatten, Zeit gelassen haben. Für die Exekutive wäre genug Zeit zum Eingreifen geblieben. Außerdem appellierte die Polizei, gerade in Luxuswohngegenden auf ungewöhnliche Vorkommnisse – unbekannte Fahrzeuge, Personen, die sich auffällig verhalten etc. – zu achten und im Zweifelsfall lieber einmal zu oft bei der Exekutive anzurufen.

>> Als “Home-Invasion” bezeichnen Kriminalisten Raubüberfälle, die in einer Wohnung oder im Haus stattfinden. Die Täter nehmen dabei in Kauf, dass sich ihre Opfer zuhause aufhalten und anwesend sind. Den Zutritt verschaffen sie sich entweder durch Gewalt oder mit Tricks an der Tür (Zettel-, Wasserglas-Trick). Manchmal sprechen die Kriminellen ihre Opfer unterwegs an und bieten Hilfe beim Tragen von Einkäufen an.

(APA)

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