Holzkonzern Egger schließt Kauf von Werk in Argentinien ab

Der Holzkonzern Egger mit Sitz in St. Johann in Tirol hat den Kauf des Masisa-Werkes in Concordia, Argentinien, von der chilenischen Masisa S.A. abgeschlossen. Damit sei man erstmals mit einem Produktionsstandort außerhalb Europas vertreten, teilte der Holzwerkstoffhersteller am Montag mit. Der Kaufpreis belaufe sich auf 155 Mio. US-Dollar (131,29 Mio. Euro), hieß es.

Die Verträge waren bereits am 17. Juli unterfertigt worden. Jetzt folgte das Closing. Das Werk Concordia ist laut Egger mit einem Marktanteil von 35 Prozent die Nummer zwei am Markt in Argentinien. Der Umsatz sei im Jahr 2016 bei 131 Mio. US-Dollar gelegen.

Neben dem Werk in Concordia, das über Anlagen zur Produktion und Beschichtung von Spanplatten und MDF-Platten verfüge, habe Egger auch das unter Masisa Placacentro auftretende Handelsnetzwerk in Argentinien, Uruguay und Paraguay, das von 43 Partnern selbstständig geführt wird, übernommen. Das Werk in Argentinien beschäftige 500 Mitarbeiter. Diese werde Egger übernehmen, hieß es.

“Mit dem Kauf von Masisa Argentinien setzen wir die Internationalisierung der Gruppe fort und wachsen weiter aus eigener Kraft”, erklärte Thomas Leissing, Sprecher der Egger-Gruppenleitung. Ziel sei es, in Südamerika zu einem “bedeutenden Marktteilnehmer” zu werden.

Das seit 1961 bestehende Familienunternehmen Egger beschäftigt nach eigenen Angaben nunmehr rund 9.000 Mitarbeiter. Diese stellen an 18 Standorten eine umfassende Produktpalette aus Holzwerkstoffen (Span-, OSB- und MDF-Platten) sowie Schnittholz her. Damit habe das Unternehmen im Geschäftsjahr 2016/2017 einen Umsatz von 2,38 Mrd. Euro erwirtschaftet.

(APA)

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