Hollywood in Wien bei der “Mission: Impossible V”-Weltpremiere in der Oper

"Mission: Impossible"-Weltpremiere prägt ab morgen Wiener Innenstadt
"Mission: Impossible"-Weltpremiere prägt ab morgen Wiener Innenstadt - © APA
Ein Hauch von Hollywood weht durch die österreichische Bundeshauptstadt wenn am Donnerstag, den 23. Juli Tom Cruise und Co. zur Weltpremiere von “Mission: Impossible V” in die Staatsoper einladen.

Am Mittwoch, den 22. Juli wird es ernst in der Wiener Innenstadt: Im Vorfeld der Weltpremiere von “Mission: Impossible – Rogue Nation” in der Staatsoper wird ab 14 Uhr die Ringstraße zwischen Schwarzenbergplatz und Babenbergerstraße gesperrt. Zwei Tage lang kommt es für Autofahrer und Öffi-Nutzer zu Einschränkungen. Kritik von der Wirtschaftskammer halten Ministerium und Vienna Film Commission entgegen.

Wiener Ring für Fanzone gesperrt

Bis Freitag 5 Uhr bleibt die Ringstraße großräumig gesperrt. Mit dem Startschuss am Donnerstag um 16 Uhr am roten Teppich werden auch die Kärntner Straße zwischen Karlsplatz und Walfischgasse sowie die Operngasse zwischen Albertinaplatz und Opernring für die Gäste-Zufahrt und den Fanbereich bis voraussichtlich 23.30 Uhr zur Sperrzone. Die Pläne haben auch Auswirkungen auf die Straßenbahn- und Autobuslinien, die umgeleitet bzw. unterbrochen werden. Die Wiener Linien empfehlen, auf die U-Bahn auszuweichen und Durchsagen und Aushänge in den Stationen zu beachten. ÖAMTC und ARBÖ wiederum raten Autofahrern, den Bereich großflächig zu meiden.

MISSION: IMPOSSIBLE - ROGUE NATION

Wenig begeistert vom Trubel zeigte sich die Wirtschaftskammer. Laut Handelsobmann Rainer Trefelik würde die mehrtägige Ringsperre den City-Unternehmen nämlich massiv schaden. “Die Stadt Wien sollte ihre wirtschaftsfeindlichen Genehmigungen derartiger Spaßparaden überdenken, sonst heißt es bald: WIRTSCHAFT IMPOSSIBLE in der Innenstadt”, verwies Trefelik am Montag in einer Aussendung auf eine Reihe von Veranstaltungen, für die der Ring immer wieder teilweise gesperrt werden muss.

“Mission: Impossible”-Weltpremiere in Wien

Marijana Stoisits, Geschäftsführerin der Vienna Film Commission, kann die Kritik nicht nachvollziehen. “Das Filmteam hat allein in zehn Tagen mehrere Millionen Euro da gelassen, der Werbewert für die Stadt Wien liegt bei ungefähr 100 Millionen Euro”, so Stoisits, deren Film Commission das Team rund um Regisseur Christopher McQuarrie vom Dreh in Wien überzeugt hatte, zur APA. Dass Wien nicht nur als Drehort, sondern auf Wunsch von Hauptdarsteller Tom Cruise auch als Location für die Weltpremiere auserkoren wurde, werde international intensiv wahrgenommen und bringe Wien einmal mehr aufs Parkett für internationale Produzenten. “Die Zeit für Wien als Filmstadt ist reif. Das hoffe ich nicht nur, das weiß ich”, freute sich Stoisits.

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Auch Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner (ÖVP) betont die Etablierung Österreichs als internationaler Filmstandort. “Das hat positive Wertschöpfungs- und Beschäftigungseffekte und ermöglicht einen wertvollen Know-how-Transfer”, so Mitterlehner am Dienstag in einer Aussendung. Darüber hinaus hätten Großproduktionen wie “Mission: Impossible” durch ihre globale Vermarktung einen hohen Wert für das Tourismusland Österreich, “da viele Reiseentscheidungen auch aufgrund von Filmmotiven getroffen werden”. 750.000 Euro hatte das Ministerium im Rahmen des Fördermodells FISA (Filmstandort Austria) zur Verfügung gestellt, rund 3,4 Mio. Euro seien dann im Zuge der Dreharbeiten in Österreich ausgegeben worden. “Somit hat ein Euro an eingesetzten Fördermitteln zu rund 4,5 Euro an zusätzlichen Ausgaben in Österreich geführt.”

>> Alle Informationen zu der Sperre und die Umleitungen am Ring

(APA/ Bilder: AP/APA)

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