Hohe Terrorwarnstufen in Frankreich noch monatelang in Kraft

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Frankreich geht auf Nummer sicher
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Keine Entwarnung in Frankreich nach den islamistischen Anschlägen von Paris. Die höchste Sicherheitsstufe mit einer Warnung vor drohenden Anschlägen im Großraum Paris und im südfranzösischen Département Alpes-Maritimes werde noch “mehrere Monate” beibehalten, hieß es am Mittwoch aus Regierungskreisen in Paris.


Gleiches gelte für die darunter liegende Warnstufe des Anti-Terror-Plans Vigipirate, die seit Jänner im Rest des Landes gilt. Die Beibehaltung dieser Warnstufen sei bereits bis zum 10. April beschlossen, hieß es. Die Terrorwarnstufen würden aber noch darüber hinaus “sehr lange” in Kraft bleiben. Das Büro von Premierminister Manuel Valls erklärte, die Sicherheitsmaßnahmen würden “so lange verlängert wie notwendig”.

Französische Islamisten hatten Anfang Jänner bei Angriffen auf die Satirezeitung “Charlie Hebdo”, auf eine Polizistin und auf einen jüdischen Supermarkt im Großraum Paris 17 Menschen getötet. Die drei Attentäter wurden schließlich bei Polizeieinsätzen erschossen. In der Folge der Anschläge wurden 10.500 französische Soldaten auf die Straße geschickt, die 830 als besonders gefährdete Orte und Einrichtungen schützen, darunter viele jüdische Einrichtungen.

Im Departement Alpes-Maritimes wurde die höchste Terrorwarnstufe Anfang Februar ausgerufen. Zuvor hatte in Nizza ein Angreifer mit einem Messer drei Soldaten attackiert, die ein jüdisches Zentrum bewachten.

Über Paris sind in der Nacht zum Mittwoch erneut eine Reihe von Drohnen unbekannter Herkunft gesichtet worden. Ob es sich bei allen gemeldeten Vorfällen tatsächlich um Drohnen handelte, werde nun geprüft, hieß es aus Polizeikreisen. Von den etwa zehn Meldungen seien “drei recht glaubwürdig”. Seit dem 5. Oktober vergangenen Jahres haben die französischen Behörden rund 60 Drohnen-Flüge über Atomanlagen und über Paris gezählt. Der Hintergrund der mysteriösen Flüge ist bisher völlig unklar.

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