Hinter den Kulissen der Technik: “Man merkt, da geht was weiter”

Von Sarah van den Berg
Bianca Ritter hat keinen reinen Bürojob.
Bianca Ritter hat keinen reinen Bürojob. - © Hemma Marlene Prainsack.
Bianca Ritter ist beim ESC als Produktionsassistentin in der technischen Produktionsleitung tätig. Ihre Abteilung betreut die rund 700 Technikmitarbeiter, welche für die Show verantwortlich sind: wie z.B. Licht, Kameras, Bühne, Ton, Strom etc..

Am 7. April ist ihre Abteilung aus dem Organisationsbüro in die Stadthalle übersiedelt. „Es war ein sehr spannender Tag. Eine TV-Übertragung in den Dimensionen hat es so noch nicht gegeben.“ Außerdem sei die Stimmung in der Halle ausgesprochen gut: „Alle haben Lust an diesem Projekt zu arbeiten. Man merkt einfach, da geht was weiter!“

Ein reiner Büro-Job mit nur Vorbereitungsarbeiten liegt ihr einfach nicht: „Ich wollte schon immer raus aus dem Büro und dadurch, dass mir dieser Job angeboten wurde, konnte ich quasi eine Brücke zur anderen Seite der Produktion – also Arbeiten vor Ort – bauen.“ Das Song Contest-Motto ‚Building Bridges‘ trifft für sie privat voll und ganz zu.

hr einfach nicht: „Ich wollte schon immer raus aus dem Büro und dadurch, dass mir dieser Job angeboten wurde, wurde mir quasi eine Brücke gebaut.“ Das Song Contest-Motto ‚Building Bridges‘ trifft für sie privat voll und ganz zu.

Das ESC-Fieber ist ansteckend

Ein großer Song Contest-Fan war sie privat nicht. „Ich bin aber begeistert. So eine Chance hat man nicht wieder, bei so einem Event mitzuarbeiten und mit so vielen Spezialisten zusammenzuarbeiten.“ Das ESC-Fieber scheint also ansteckend zu sein. Und so viel Freude bei der Arbeit zu sehen, ist es auch: „Ich freue mich auf jeden Tag. Darauf, was es Neues gibt, was man erlebt, was passiert.“

„Es geht nicht nur ums Finale“

Was ihre Arbeit beim Song Contest betrifft, spielt der Ausgang des Finales am 23. Mai 2015 nur eine untergeordnete Rolle – auch weil für sie die Arbeit nach diesem Abend längst nicht abgeschlossen ist. Bis zum 30. Mai dauern die Abbauarbeiten in der Wiener Stadthalle voraussichtlich. „Es geht nicht nur ums Finale, alle Shows sind wichtig.“ Die Technik muss in allen Shows reibungslos funktionieren. „Wir sind darauf eingestellt, dass auch in der letzten Minute noch etwas geändert werden kann.“ Gröbere Pannen gab es bislang jedoch keine; der Zeitplan wird eingehalten und als ein Bühnenteil kaputt ging, konnte es über Nacht repariert werden. Den Finalabend werde sie dort verbringen, wo sie gebraucht werde, berichtet sie und fügt lachend hinzu: „Die Technik ist überall und wird überall gebraucht.“

Hintergründe, Interviews und Bilder rund um den Eurovision Song Contest finden Sie in unserem Special.(SVA)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen