Hinter den Kulissen der Presseabteilung: “Keine Standardantworten möglich”

Von Sarah van den Berg
Julia Zangerl ist für Presseanfragen zuständig.
Julia Zangerl ist für Presseanfragen zuständig. - © VIENNA.at/ Sarah van den Berg
Presseaussendungen schreiben, Pressekonferenzen organisieren, Informationshandbücher zusammenstellen und das Pressezentrum in der Stadthalle betreuen: Die Aufgaben von Julia Zangerl im Vorfeld des Eurovision Song Contests sind vielfältig. Und vielfältig sind auch die Fragen der 1.700 akkreditierten internationalen Journalisten – mit Standardantworten kommt man hier nicht weiter.

Fünf Personen kümmern sich um die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit beim Song Contest 2015 in Wien. „Wir sind ein kommunikativer Knotenpunkt“, beschreibt Julia Zangerl, Deputy Head of Press, das Presse-Team, das sie als eine „Schnittstelle zwischen innen und außen“ sieht. Die Mitarbeiter arbeiten unter anderem eng mit dem Executive Producer, dem Event-Team, der European Broadcasting Union (EBU), der Stadthalle, dem Presseinformationsdienst der Stadt Wien und WienTourismus zusammen.

Ihre Aufgabe dabei lässt sich wie folgt zusammenfassen: „Informationen sammeln, aufbereiten und individuell wieder verteilen.“ Nur wenige ESC-Mitarbeiter haben Einblick in derart viele unterschiedliche Bereiche wie die Presse-Abteilung.

Mit Standardantworten kommt man nicht weiter

Die Betreuung der Journalisten ist zwischen dem Wiener ESC-Team und der EBU aufgeteilt. Julia Zangerl kümmert sich gemeinsam mit ihrem Team vorrangig um die österreichische Presse, während die EBU die internationalen Journalisten betreut. In den kommenden Tagen und Wochen wird diese Grenze sicher aufgehoben werden. Erfahrungswerte habe man aber keine, denn ein Event in der Größenordnung des Eurovision Song Contests sucht seinesgleichen. In den bisherigen Anfragen hat sich aber eins schon herauskristallisiert: Jeder Journalist hat eine eigene Herangehensweise und dadurch ist jede Anfrage so individuell, dass keine Standardantworten möglich sind.

Meilensteine auf dem Weg zum Song Contest

Probenpläne, Öffnungszeiten, Pläne der Stadthalle und verschiedene Freizeitangebote hat Julia Zangerl gesammelt und daraus ein Info-Handbuch für die Journalisten zusammengestellt. Eine Aufgabe, die sie lange beschäftigt hat. Außerdem verortet sie folgende „Meilensteine auf dem Weg zum Song Contest“: den Allocation Draw im Jänner, das Head of Delegations Meeting im März und der Bezug der Stadthalle im April; der nächste große Schritt wird der Bezug des Pressezentrums am 10. Mai sein. Im Pressezentrum der Wiener Stadthalle wird man sie übrigens auch am Abend des großen Finales antreffen, wo sie „hinter den Kulissen mitfiebern“ wird.

Der ESC als Familienevent und Friedensprojekt

„Zwölf gedrückte Daumen für verschiedene Länder vereint vor dem Fernseher“ – dieses Bild verbindet die Vorarlbergerin mit dem Song Contest. Ihre sechsköpfige Familie hat den Musikwettbewerb immer gemeinsam verfolgt und sie selbst ist heuer im Zentrum des Geschehens.

Julia Zangerl sieht den ESC außerdem als „indirektes Friedensprojekt“: „Nichts kann den Frieden so sehr sichern wie länderübergreifende Freundschaften.“ Dem Motto „Building Bridges“ entsprechend spielt ihrer Meinung nach beim Song Contest der „der Brückenbau zwischen Menschen aus verschiedenen Ländern, die gemeinsam auf etwas blicken“ die Hauptrolle. (SVA)

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