Hilfe, Schlangen! Feuerwehr trat den Rückzug an

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Pseudocerastes persicus - sieben Schlangen dieser Art wurden beim Brand gefunden. Diese ist nur ein Symbolfoto.
Pseudocerastes persicus - sieben Schlangen dieser Art wurden beim Brand gefunden. Diese ist nur ein Symbolfoto. - © Armed Forces Pest Management Board/flickr.com CC
Damit hatten die abgebrühten Feuerwehrmänner der Feuerwehr Melk nicht gerechnet! Eine ganzes Schlangennest, das sie bei einem Brand in Melk entdeckten, zwang sie zum Rückzug.

Die Helfer warteten in der Folge das Eintreffen eines Reptilien-Experten ab. Letztlich wurden sieben Schlangen einer hochgiftigen Vipernart gefunden. Der Besitzer des Anwesens musste nach Löschversuchen in ein Krankenhaus eingeliefert werden.

Nachbarin warnte vor Schlangen

Die Feuerwehr war gegen 18.00 Uhr wegen des Brandes eines Stadels in Gansbach alarmiert worden. Aus einem Keller sei starker Rauch gedrungen, so Feuerwehrkommandant Franz Resperger. Als die Einsatzkräfte unter Atemschutz den Innenangriff vornehmen wollten, seien sie von einer Nachbarin über Terrarien mit Giftschlangen informiert worden. Aufgrund dieses Hinweises habe der Einsatzleiter den Rückzug angeordnet. Der Besitzer des Anwesens soll noch vor dem Eintreffen der Löschtrupps in ein Krankenhaus gebracht worden sein.

Cannabisplantage am Dachboden

Gefunden wurden aber nicht nur die Reptilien, sondern eine Pflanzenzucht der besonderen Art: Insgesamt wurden am Dachboden Gebäudes rund 500 Cannabispflanzen und 28 Beleuchtungskörper für dieselben sichergestellt. Die Feuerwehr geht davon aus, dass ein Notstromaggregat für die Pflänzchen Feuer gefangen hatte. Die Polizei interessiert sich jetzt natürlich sehr stark für den 43-Jährigen Besitzer des Stadels. 

Experte fängt die Schlangen ein

Nachdem der Keller rauchfrei und ein Reptilien-Experte eingetroffen war, wurden zunächst zwei der Vipern gefunden. Eine weitere Schlange war vorerst verschwunden, berichtete der Feuerwehr-Sprecher. Seinen Angaben zufolge wurden schließlich sieben Tiere entdeckt. Alle hatten in dem zuvor verrauchten Keller überlebt. Es handelte sich demnach um drei 1,50 bis 1,80 Meter lange und vier kleinere Vipern.

In dem Keller dürfte es zu einem Glimmbrand gekommen sein. Die Ursache stand vorerst nicht fest. Sechs Feuerwehren mit etwa 85 Mann waren ausgerückt. In den Nachtstunden blieb eine Brandwache aufrecht. Was mit den Schlangen geschieht, sollte der Amtstierarzt der Bezirkshauptmannschaft entscheiden. 

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