Herbstbeginn: Die Nächte werden wieder länger

Der Herbst beginnt.
Der Herbst beginnt. - © APA/Herbert Neubauer
Donnerstagnachmittag beginnt der Herbst. Was die dritte Jahreszeit mit sich bringt und wie sie Einzug in unser Brauchtum gehalten hat.

Spaziergänge durch farbenfrohe Wälder, ein Gläschen Sturm in der wärmenden Sonne – so stellt sich so mancher einen perfekten Herbst vor. Und dieser startet am Donnerstag diedser Woche, exakt um 16:21 Uhr. Ob das Wetter auch mitspielt, wird sich noch herausstellen.

Die dritte Jahreszeit startet jedes Jahr mit der Tag- und Nachtgleiche, auch Äquinoktium genannt. Bei diesem Schauspiel steht unser Zentralgestirn genau über dem Äquator. Auf den beiden Erdpolen beginnen damit Polarnacht und Polartag. Am Südpol ist die Sonne bis zum Frühlingsbeginn auf der Nordhalbkugel durchgehend zu sehen, während der Nordpol nun im Dunkeln liegt.

In unseren Breitengraden sind Tag und Nacht am Äquinoktium gleich lang, dann knabbert die Nacht auf der nördlichen Halbkugel täglich ein Stückchen Tageslicht weg. Diese Periode dauert bis zum Anfang des Winters, der Wintersonnwende am 21. Dezember, wenn sich die Sonne in Richtung nördlicher Hemisphäre in Bewegung setzt und damit die Tage wieder länger werden lässt.

Wie der Herbst Einzug in die Gesellschaft fand

Hergeleitet vom griechischen “karpos”, was übersetzt so viel bedeutet wie “die Zeit, in der die Früchte reif sind”, konnte sich die Bezeichnung Herbst in unseren Breitengraden erst recht spät durchsetzten. Ursprünglich kannte man zumeist nur eine Zweiteilung des Jahres in eine fruchtbare und eine unfruchtbare Zeit, in Sommer und Winter. Schließlich konnte der Herbst als dritte Jahreszeit einen festen Platz im Lauf des bäuerlichen Wirtschaftsjahres einnehmen und seinen Einzug ins Brauchtum halten, wobei er sich als Zeit der Fülle und der Feste präsentierte.

Langschläfer müssen – Herbst hin oder her – noch etwas warten. Ihre Stunde schlägt erst am 30. Oktober, wenn mit dem Ende der Sommerzeit zusätzliche 60 Minuten in Morpheus Armen winken.

(APA, Red.)

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