Hausordnung soll in jedem Wiener Gemeindebau ausgehängt werden

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Die Hausordnun soll nun in jedem Gemeindebau in Wien ausgehängt werden.
Die Hausordnun soll nun in jedem Gemeindebau in Wien ausgehängt werden. - © APA
In insgesamt 17.000 Stiegenhäusern in Wiener Gemeindebauten soll eine übersichtliche Kurzform der Hausordnung ausgehängt werden, wie Wohnbaustadtrat Michael Ludwig (SPÖ) am Donnerstag in einer Pressekonferenz mitteilte.

Gut sichtbar soll sie angebracht werden, die Tafel mit den zehn Gemeindebaugeboten. Dabei handle es sich um die wesentlichsten Aspekte der Hausordnung – die ansonsten leider wenig gelesen wird, wie der Ressortchef beklagte. Das Regelwerk, das bisher etwa am Schwarzen Brett zur Kenntnis gebracht wurde, sei ein längerer Text. Die Kurzform biete nun einen “leichteren Zugang” zu den diversen Vorschriften, zeigte sich Ludwig überzeugt.

Kurzform der Hausordnung in Wiener Gemeindebauten

Schon der erste Punkt der Short-Variante macht – mit einem Rufzeichen als Piktogramm – unmissverständlich klar: “Andere BewohnerInnen verdienen unter allen Umständen Respekt und Rücksichtnahme.” Die weiteren Gebote widmen sich etwa der Leinenpflicht für Hunde, den illegalen Müllablagerungen, dem leidigen Thema Lärm oder den drohenden Strafen für Vandalen. Zudem wird klargesellt, dass die Richtlinien auch für Gäste und nicht nur für Mieter gelten.

Ludwig erinnerte daran, dass eine 2008 durchgeführte Umfrage in den städtischen Wohnhäusern ein deutliches Votum für die Einhaltung der Hausordnung erbracht habe. Seither, so beteuerte er, sei man nicht untätig gewesen. Schon seit 2009 seien Ordnungsberater im Einsatz, die etwa im Vorjahr mehr als 20.000 Kontrollen durchgeführt hätten.

Anzahl der Verstöße rückläufig

Die Anzahl der Verstöße, so hieß es, sei rückläufig. 2014 seien lediglich zwei Anzeigen erstattet und 46 Organstrafmandate verhängt worden. Die Vergehen reichten von Zigaretten, die auf Spielplätzen weggeworfen wurden, bis hin zu stehen gelassenen Einkaufswagen – von denen sage und schreibe 10.000 Stück in den Anlagen entdeckt wurden. Als eine der höchsten Strafen wurde eine 200-Euro-Buße für unbotmäßige Sperrmüllablagerung verhängt.

(APA/Red)

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