Haus der Geschichte in St. Pölten eröffnet

Das neue “Haus der Geschichte” im Museum Niederösterreich ist am Samstag mit einem Festakt im Festspielhaus St. Pölten eröffnet worden. Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) sprach in ihrer Eröffnungsrede von einem “im wahrsten Sinne des Wortes historischem Tag” für das Land Niederösterreich. Künstlerisch gestaltet wurde der Festakt durch das Tonkünstler-Orchester Niederösterreich.

Die Dauerausstellung, ergänzt durch Schwerpunktausstellungen, solle die “Geschichte Niederösterreichs als Kernland Österreichs mit allen internationalen Beziehungen” zeigen, so Mikl-Leitner. Das Haus der Geschichte bietet auf rund 3.000 Quadratmetern mehr als 2.000 Objekte von lokalen, regionalen, nationalen und internationalen Leihgebern. Der Schwerpunkt liegt auf der Zeit ab der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

Die Anordnung der Ausstellungsobjekte erfolgt nicht chronologisch, sondern nach Themen geordnet. Für den wissenschaftlichen Leiter und Gründungsdirektor Stefan Karner sei das Haus der Geschichte ein “Novum”, und “nichts Fertiges”. Man habe keine Lehre, sondern führe in diesem Haus ein Gespräch über Geschichte und letztendlich auch über uns selbst, so Karner.

Zu den Höhepunkten der Ausstellung zählen der Dienstwagen von Leopold Figl, ein Faksimilie des Staatsvertrages und der Bonjour-Rock von Kaiser Franz Joseph. Ein zehn Meter hoher Wachturm und ein an der Decke befestigter Hängegleiter, mit dem der Tscheche Jiri Rada 1988 nach Niederösterreich flüchtete, erzählen Geschichten vom Eisernen Vorhang.

(APA)

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