Handel mit gefälschten Kunstwerken: Wiener in Deutschland geschnappt

Der Mann sitzt in Berlin in Auslieferungshaft.
Der Mann sitzt in Berlin in Auslieferungshaft. - © APA (Symbolbild)
Der Mann wurde mittels internationalen Haftbefehls gesucht und sitzt nun in Berlin in Auslieferungshaft.

Die Polizei hat am Dienstag in Deutschland einen 47-Jährigen Wiener, der mit dem Verkauf von gefälschten Gemälden und Teppichbetrügereien einen Schaden von insgesamt 700.000 Euro angerichtet haben soll, geschnappt.

Der Mann wurde mit einem internationalen Haftbefehl gesucht und befindet sich inzwischen in Berlin in Auslieferungshaft, teilte die Polizei OÖ mit.

Kunsthandel-Betrüger: So ging der verdächtige Wiener vor

Die Masche des mutmaßlichen Betrügers war immer die selbe. Er bot Kunstwerke zum Kauf an. Zuerst waren es Gemälde mit einem geringen Wert. Aber ihre Überprüfungen durch Sachverständige ergaben, dass sie echt waren. Damit baute er zu den Interessenten eine Vertrauensbasis auf. Diese nützte er laut Staatsanwaltschaft aus, um zuletzt den Käufern um teures Geld Fälschungen unterzujubeln. Ähnlich war sein Vorgehen beim Verkauf von wertvollen Teppichen. Dabei ging es allerdings um deutlich geringere Summen.

Zuständig für den Fall ist die Staatsanwaltschaft Wels, weil in ihrem Sprengel der schwerste Fall der Betrugsserie verübt worden sein soll. Eine Privatperson wurde beim Verkauf eines gefälschten Gemäldes des Renaissance-Malers Raffael um rund 400.000 Euro erleichtert. Ansonsten dürfte der mutmaßliche Betrüger vorwiegend im Raum Wien und Wiener Neustadt aktiv gewesen sein.

(APA, Red.)

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