Hamburg seit Samstag offizieller Olympia-Bewerber für 2024

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Deutscher Olympischen Sportbund stimmte einstimmig dafür
Deutscher Olympischen Sportbund stimmte einstimmig dafür
Seit Samstagmittag ist es amtlich: Hamburg ist die deutsche Bewerberstadt für die Olympischen Sommerspiele 2024. Diesen Beschluss fasste die Mitgliederversammlung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) in der Frankfurter Paulskirche einstimmig. Der nationale Mitbewerber Berlin war in einer Vorauswahl des DOSB-Präsidiums schon zu Wochenbeginn Hamburg unterlegen.


Die DOSB-Führung hatte sich ein deutliches Votum für Hamburg erhofft und dieses Aufbruchsignal mit 410 Stimmen von den Delegierten erhalten. Enthaltungen gab es keine. “Sportdeutschland steht vor einem Aufbruch”, sagte DOSB-Präsident Alfons Hörmann. “Lassen sie uns, hanseatisch formuliert, zu neuen Ufern aufbrechen.”

Er betonte, dass Deutschland sich an der Reformagenda des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) orientieren wolle. Diese kann sich erstmals 2024 auswirken und hat weniger Gigantismus und mehr Transparenz zum Ziel: “Wir wollen Vorbild für eine olympische und paralympische Zukunft werden.”

Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz sprach von einer “großen Ehre” für die Stadt und meinte, dass es nach den Sommerspielen 1972 in München wieder an der Zeit sei, Olympia nach Deutschland zu holen. “Es kann nicht sein, dass alle begeistert Olympische Spiele schauen, aber uns nicht zutrauen, sie zu organisieren. Wir können das”, versicherte Scholz.

Das Internationale Olympische Komitee (IOC) wird im Sommer 2017 in der peruanischen Hauptstadt Lima über die Olympia-Stadt 2024 entscheiden. Als mögliche Konkurrenten von Hamburg gelten neben Boston und Rom auch Budapest, Doha, Paris, Istanbul und eine australische Stadt. Als Favorit für die Austragung der XXXIII. Olympischen Spiele gilt Boston.

Falls es Hamburg im ersten Anlauf nicht schaffen sollte, ist eine zweite Kandidatur für 2028 vorgesehen. Deutschland war 1936 in Berlin und 1972 Schauplatz von Sommerspielen. Bewerbungen für 2000 mit Berlin und 2012 mit Leipzig waren nicht erfolgreich gewesen.

Deutschland muss bis zum 15. September Hamburg als Kandidatenstadt beim IOC anmelden. Allerdings sollen die Bürger im Herbst bei einem Volksentscheid in der Hansestadt das letzte Wort zur Bewerbung haben. Bei einer Forsa-Umfrage hatten sich zuletzt 65 Prozent der Hamburger für Sommerspiele in ihrer Stadt ausgesprochen. Der DOSB hat die Zustimmung der Bevölkerung zu einem wichtigen Bestandteil des Verfahrens gemacht, weil die Olympia-Bewerbung von München für die Winterspiele 2022 am Widerstand der Bürger gescheitert war.

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