Halten Sie wenigstens den Mund, Herr Dr. Lopatka!

Unser Gastkommentar der Gebrüder Moped.
Unser Gastkommentar der Gebrüder Moped. - © Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres (CC BY 2.0)
Gastkommentar der Gebrüder Moped: Gestern war Martini. Und wieder waren in unserer Hauptstadt zahllose besorgte Bürger auf der Straße. Die Wiener Kindergarten-Kinder nämlich, die mit ihren Laternen uns Erwachsene zu einem Zusammenleben im Geist des Heiligen Martins mahnten: Teile, wer hat.

Hilfe für “unsere Obdachlosen”

Das passt gut zum letzte Woche gestarteten “Winterpaket”. Die Stadt Wien stellt ganzjährig 300 Notschlafplätze zur Verfügung. Im Winter werden diese auf bis zu 750 Plätze aufgestockt, so dass niemand erfrieren muss. Diese Hilfe für “unsere Obdachlosen” klappt in Zusammenarbeit mit der Caritas Wien, dem Roten Kreuz und dem Arbeitersamariterbund seit Jahren sehr gut.

Refugees well done

Und das sind u.a. auch jene Organisationen, die gemeinsam mit der österreichischen Zivilgesellschaft seit Monaten äußerst professionell die Hilfe für die Flüchtlinge managen. Gleichsam haben sich die ÖBB in dieser momentanen humanitären Ausnahmesituation als verlässlicher Partner erwiesen, indem sie Aufenthaltsmöglichkeiten, Logistik und Transport ungeahnt unbürokratisch zur Verfügung stellten. Doch nun bezeichnete ÖVP-Klubobmann Reinhold Lopatka eben diese ÖBB als “unmoralisch”. Was war passiert?

Vereinbarte Forderungen “unmoralisch”?

Die Bundesregierung selbst hat den ÖBB (und anderen Beteiligten) eine Vergütung der Zusatzkosten in Aussicht gestellt. Das waren laut Bahn  357 Sonderzüge, 1.155 Bustransporte, Übernachtungen von 55.000 Menschen und Beförderung von 300.000. Dies geltend zu machen, bezeichnet Lopatka nun als “unmoralisch”. Interessanter Weise allerdings ausschließlich die – wie vereinbart gestellten – Forderungen der Bundesbahnen.

Frühförderung für Lopatka

Herr Dr. Lopatka, Sie, so wie die gesamte Bundesregierung haben sich mit Ihrer Handlungsunfähigkeit im Bezug auf die Flüchtlinge bis auf die Knochen blamiert und ergehen sich seit Wochen lieber im semantischen Studium der Zauntechnik. Sie persönlich als katholischer Theologe werfen nun Steine auf jene, die Ihren ureigenen Job übernommen haben. Setzen Sie doch zumindest jetzt einen konstruktiven Schritt: Lernen S’ christliche Werte. Von den Kindergarten-Kindern. Und halten Sie wenigstens den Mund!

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