Halbschatten-Mondfinsternis am 16. September 2016 über Wien

Akt.:
Der Vollmond mit einer partiellen Mondfinsternis wird am Freitag zu beobachten sein
Der Vollmond mit einer partiellen Mondfinsternis wird am Freitag zu beobachten sein - © APA/Barbara Gindl
Erneut steht uns ein Himmelsschauspiel ins Haus: Am Abend des 16. September 2016 ist von Wien aus laut der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) eine partielle Halbschattenmondfinsternis zu sehen. Das “Astronomische Büro Wien”  lädt zur Beobachtung in Liesing ein.

Eine unauffällige Mondfinsternis gibt es am kommenden Freitag (16. September) zu sehen. Der Mond geht in Wien um 19.06 Uhr auf, zu dieser Zeit ist aber nach Angaben der Wiener Arbeitsgemeinschaft für Astronomie (WAA) von der Verdunkelung noch nichts zu sehen. “Für das freie Auge beginnt die Mondfinsternis mit gerade wahrnehmbarer, leichter Verdunkelung am linken oberen Mondrand um 20.01 Uhr, und zwar links oben”, erklärte Hermann Mucke vom Astronomischen Büro Wien.”Bei dieser Art der Mondfinsternis tritt der Mond nicht in den Kernschatten der Erde ein, sondern nur teilweise in deren Halbschatten. Die Sonne wird, vom Mond aus betrachtet, nirgendwo zur Gänze von der Erde bedeckt. Damit wird der Mond auch nicht sehr auffällig verfinstert. Aufmerksame Beobachterinnen und Beobachter können um die Zeit der größten Verfinsterung (20.55 Uhr MESZ) aber eine deutliche Abdunkelung des Vollmonds im Norden (oben) beobachten,” erläutert die WAA.

WAA-Infos zu Mondfinsternis und Erntevollmond

Die WAA lädt Interessierte von 19 bis 22 Uhr auf die Sofienalpe (Sofienalpenstrasse Lagerwiese) in Wien-Penzing – zur kostenlosen Beobachtung, Kurzvorträgen und einem Blick durchs Fernrohr. Bei Schlechtwetter (Bewölkung oder gar Niederschlag) findet die Beobachtung nicht statt. Information, ob die Veranstaltung stattfindet, ab dem Vorabend über die WAA-Facebook-Seite oder telefonisch unter 0664/256-1221 (bis 21 Uhr).

Mondfinsternisse treten laut WAA im Schnitt alle halben Jahre ein, etwa die Hälfte von ihnen ist für einen bestimmten Ort auf der Erde auch sichtbar. Somit sind sie gar nicht so selten. Am 16. September kommt es aber zu einem interessanten Zusammenspiel mit dem Erntevollmond: Der Vollmond im September wird so genannt, weil sich um diese Jahreszeit die Zeit, zu der der Mond am Abend aufgeht, rund um den Vollmond nur wenig ändert. Früher wurde dies genützt, um die Ernte nach Sonnenuntergang im Licht des Mondes einzubringen.

Die Mondfinsternis vom 16. September wird nicht sehr auffällig, da der Mond nicht in den Kernschatten der Erde eindringen wird. Eine rote Verfärbung des Vollmondes wird daher auch nicht eintreten.

Eckdaten der Halbschatten-Mondfinsternis

  •             18.55 Uhr MESZ:         Beginn der Finsternis (unbemerkbar)
  •             19.04 Uhr MESZ:         Sonnenuntergang (Wien)
  •             19.06 Uhr MESZ:         Mondaufgang (Wien), noch keine Verfinsterung zu bemerken
  •             20.51 Uhr MESZ:         Ende der Abenddämmerung (Wien)
  •             20.55 Uhr MESZ:         Maximale Verfinsterung
  •             22.54 Uhr MESZ:         Ende der Finsternis (unbemerkbar)

Im Zeitraum von 20 bis 22 Uhr MESZ wird die Verfinsterung des Mondes mit freiem Auge als deutliche graue Abdunkelung des Vollmonds am nördlichen (oberen) Rand zu bemerken sein.

Alle Informationen des WAA rund um das astronomische Ereignis finden Sie hier.

Liesing: “Halbschatten-Mondfinsternis” am Georgenberg

Bei der nächsten Himmelskunde-Veranstaltung des “Astronomischen Büro Wien” am Freitag, 16. September, werden die Teilnehmerinnen und Teilnehmer von Experten über die “Halbschatten-Mondfinsternis” informiert. Ehrenamtlich tätige Astronomen erläutern diesen Vorgang und unterstützen bei Himmelsbeobachtungen mit freiem Auge und mit einem Fernrohr. Die Himmelskunde-Fachleute wickeln die Veranstaltung im “Freiluftplanetarium – Sterngarten Georgenberg” (23., Georgsgasse, Rysergasse) ab.

Beginn der Zusammenkunft ist um 19.45 Uhr. Die Besucherinnen und Besucher sollen an dem Abend Taschenlampen und Ferngläser mitbringen. Der Eintritt ist kostenlos. Das “Astronomische Büro Wien” steht für Auskünfte unter der Telefonnummer 889 35 41 zur Verfügung. Kontaktaufnahme mit den Astronomen per E-Mail ist unter astbuero@astronomisches-buero-wien.or.at möglich.

Die nächste in Österreich zu beobachtende Mondfinsternis ist eine partielle, die am 7. August 2017 teilweise zu verfolgen sein wird.

>>Zum aktuellen Mondkalender

 

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen