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Häupl-Rücktritt: Ludwig sieht sich nicht als Brutus, eher als Octavian

Ludwig denkt nicht, dass Häupl ihn gemeint hatte mit seinem Brutus-Vergleich.
Ludwig denkt nicht, dass Häupl ihn gemeint hatte mit seinem Brutus-Vergleich. ©APA (Sujet)
Der Wiener Wohnbaustadtrat Michael Ludwig denkt nicht, dass der von Bürgermeister Michael Häupl (beide SPÖ) getätigte Vergleich mit Brutus auf ihn bezogen war. "Bei 'Brutus' habe ich mich nie angesprochen gefühlt. Wenn es römische Geschichte sein muss, würde ich mich politisch als Octavian sehen. Denn er hat für eine lange Friedensperiode gesorgt", meinte Ludwig.

Häupl hatte in einem Interview – mit Verweis auf die internen Kritiker, die ihm den Rücktritt nahegelegt hatten – kürzlich befunden: “Ich habe die Ideen des Märzes gut überstanden und es gibt Parteifreunde, die sagen, Brutus hat sich bereits selbst erledigt.” Brutus war einer der Mörder von Julius Cäsar, dessen Großneffe Octavian (63 v. Chr.-14. n. Chr.) von ihm als Haupterbe eingesetzt worden war. Octavian regierte später als erster römischer Kaiser – ausgestattet mit dem Ehrentitel Augustus.

Ludwig stellte in dem Interview mit der “Kleinen Zeitung” zudem in Abrede, dass er die SPÖ in eine Koalition mit der FPÖ führen wolle: “Diese Behauptung war eine innerparteiliche Intrige vor der letzten Gemeinderatswahl, die absurd war. Mir geht es darum, dass man mit allen redet und nach gemeinsamen Schnittmengen sucht. Aber mit der FPÖ sehe ich derzeit wenige.”

(APA/Red)

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