Häupl kritisiert Busek und möglichen Standort-Wechsel der Confraternität

Streit auch über möglichen Standort-Wechsel der Confraternität
Streit auch über möglichen Standort-Wechsel der Confraternität - © APA
Wiens Bürgermeister Michael Häupl (SPÖ) übt scharfe Kritik am Vorsitzenden des Universitätsrats an der Med Uni-Wien, Erhard Busek. Der frühere Vizekanzler hatte beklagt, dass bei der Suche nach einem neuen Rektor für einen der Kandidaten mit dem Argument, dieser sei ein Freund des Bürgermeisters, geworben worden sei. Für Häupl ist diese Aussage “extrem erbärmlich”.

Für den Bürgermeister gehe es hier einzig darum, den Kandidaten – Michael Stampfer, Chef des Wiener Technologiefonds – zu desavouieren. Busek hatte diesen bereits als nicht geeignet bezeichnet, da nach einem Mediziner gesucht werde, Stampfer aber Jurist sei. Zum Hearing wurde er letztlich allerdings doch zugelassen, berichtete heute der “Kurier”.

Häupl kritisiert Busek

Es ist jedoch nicht nur die Rektoren-Bestellung, die Busek und Häupl entzweit. Busek hatte sich nämlich auch darüber erregt, dass am Grundstück des AKH eine Privatklinik gebaut werden soll, obwohl man den Platz für Uni-eigene Einrichtungen bräuchte.

Bisheriges Gebäude der Gemeinde überlassen

Der frühere ÖVP-Politiker bezog sich dabei auf Überlegungen, dass die Confraternität aus der Josefstadt ausziehen und neben dem AKH eine neue Heimat finden könnte. Das bisherige Gebäude könnte im Gegenzug der Gemeinde überlassen werden und dort dem sozialen Wohnbau zu gute kommen. Busek unterstellte der SPÖ indirekt, solch ein Projekt zu verfolgen, um die Mehrheitsverhältnisse im Bezirk umzudrehen.

Sache noch nicht gegessen

Häupl wischte dies in einer Pressekonferenz Dienstagmittag unwirsch vom Tisch. Wer glaube, mit Sozialwohnungen Wahlergebnisse umdrehen zu können, sei “wirklich von vorgestern”. Überhaupt kann der Bürgermeister mit der Diskussion nichts anfangen, sei doch das AKH jetzt schon von Privatkliniken umgeben und die Confraternität gerade einmal fünf Minuten vom Allgemeinen Krankenhaus entfernt. Allerdings macht Häupl auch klar, dass die Sache noch nicht gegessen ist. Es gebe auch die Möglichkeit, die Confraternität an ihrem derzeitigen Standort zu renovieren.

(APA/Red.)

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