Gumball 3000 durchquert Österreich

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Gumball 3000 durchquert Österreich
Wegen des großen Erfolgs prolongiert: Das illegale Autorennen Gumball 3000 wird wie im Vorjahr, als es ein großes Event am Josefsplatz in der Wiener City gab, erneut Österreich durchqueren.

Demnach werden die Autoraser, die sich 2005 großteils sehr zivilisiert verhielten, Anfang Mai über Salzburg, Ober- und Niederösterreich, Wien sowie das Burgenland nach Ungarn fahren.

Rund 120 Teilnehmer werden in London am 30. April starten. Diesmal gibt es drei Etappen: In Europa fahren die Autowütigen, die meist mit Luxus-Sportwagen unterwegs sind, von London über Salzburg und Budapest nach Belgrad. Dann gibt es einen Transfer nach Thailand, wo zwischen Bangkok und Phuket die zweite Etappe stattfindet, bevor es in den USA von Salt Lake City nach Los Angeles geht. Über prominente Teilnehmer gibt es bisher nur Gerüchte.

Die Polizei ist jedenfalls vorbereitet. Der Verkehrsdienst des Innenministeriums hat alle Landesverkehrsabteilungen entsprechende Lagebilder zu erstellen und die Transitstrecken im entsprechenden Zeitraum – 30. April bis 2. Mai – verstärkt zu überwachen. Der einzige Check-Point der Rallye in Österreich wird nach derzeitigem Informationsstand in Salzburg sein.

Dort zeigte man sich zuversichtlich, das Rennen ohne Probleme über die Bühne zu bringen. „Wir sind für dieses Event gerüstet. Wir werden uns mit Zivilstreifen und Radarfahrzeugen entsprechend aufrüsten und die Überwachung vornehmen. Das Problem ist nur, dass die Check-Points immer sehr kurzfristig festgelegt werden. Jedenfalls werden wir diesem Treiben Einhalt bieten“, erklärte der Leiter der Landesverkehrsabteilung, Friedrich Schmidhuber, im Gespräch mit der APA.

Ähnlich in Oberösterreich: Oberstleutnant Klaus Scherleitner von der oberösterreichischen Verkehrsabteilung kündigte gegenüber der APA an, es werde auf der vorgesehenen Route einen verstärkten Einsatz von Verkehrsstreifen „in allen erdenklichen Varianten“ geben – sowohl in Uniform und somit sichtbar als auch in Zivil und mit Geräten zur Geschwindigkeits- und Abstandsmessung.

Wien wird nach derzeitigem Informationsstand nur durchfahren, sagte Hofrat Georg Samuely von der Sicherheits- und Verkehrspolizeilichen Abteilung der APA. Es würden zahlreiche Kräfte kommandiert und mit entsprechendem technischen Gerät ausgestattet. Allfällige Maßnahmen könnten bis zur Entziehung des Führerscheins und Erteilung von Fahrverboten gehen. Im Vorjahr hätten sich die Teilnehmer in der Bundeshauptstadt aber sehr diszipliniert verhalten.

Durch das Burgenland führt für die Gumball-Teilnehmer der schnellste Weg nach Budapest über die Ostautobahn (A4). Die Exekutive will wachsam sein: Aus dem Vorjahr wisse man, dass den harten Kern der Raser etwa 15 bis 20 Fahrer ausmachen, so der Leiter der Verkehrsabteilung, Oberst Franz Füzi, zur APA. Schnellfahrer sollen aus dem Verkehr gezogen werden: „Es werden auf alle Fälle mehr Streifen unterwegs sein.“ Dabei könne es für die Teilnehmer das eine oder andere Organmandat oder eine Anzeige geben. Aus dem Vorjahr seien aber im Burgenland keine derartigen Vorfälle bekannt.

Diashow:Gumball 3000 aus dem Jahr 2005 Gumball3000 in Wien

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