Greenpeace warnt vor versteckten Käfigeiern in Fertigprodukten

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Käfigeier können in Fertigprodukten weiterhin nicht ausgeschlossen werden.
Käfigeier können in Fertigprodukten weiterhin nicht ausgeschlossen werden. - © Greenpeace / Mitja Kobal
Der Greenpeace-Marktcheck hat im Februar im Supermarkt erhältliche Lebensmittel mit Ei unter die Lupe genommen. Bei den zehn ausgewählten eihaltigen Produkten – darunter Nudeln, Kekse, Krapfen und Mayonnaise – zeigt sich, dass Käfigeier in Fertigprodukten weiterhin nicht ausgeschlossen werden können.

Hier fehlt es meist an der Kennzeichnung. Dafür punkten die Supermärkte jedoch mit ihren Eigenmarken, wo die verwendeten Eier bis auf eine Ausnahme aus Freiland- und Bodenhaltung stammen. Interspar wird Testsieger vor Merkur, beide erhalten ein “Gut”.

Herkunfts-Kennzeichnung bei Fertigprodukten nicht Pflicht

Die Herkunft von frischen Schaleneiern ist in Österreich eindeutig: Sie sind aus Freiland- sowie Bodenhaltung und werden gentechnikfrei erzeugt. Im Gegensatz dazu bleibt bei in Lebensmittelprodukten verarbeiteten Eiern vieles im Dunkeln, da die Herkunfts-Kennzeichnung nicht verpflichtend ist.

Greenpeace-Sprecherin Hanna Simons: “Oft kann man nur raten, aus welcher Art der Hühnerhaltung die Zutat Ei stammt. Bei bekannten Marken wie ꞌMaggiꞌ und ꞌKnorrꞌ erfahren wir nicht, ob die Hühner ihr Leben hinter Gitter verbracht haben. Es ist zudem auch nicht klar, ob sie gentechnisch verändertes Futter bekommen haben.”

Klare Richtlinien bei vielen Eigenmarken

Ausschließen können die Konsumenten den Einsatz von Käfigeiern in Fertigprodukten nur bei entsprechend gekennzeichneten Produkten. Ausdrückliches Lob gibt es von Greenpeace für alle Eigenmarken der Supermärkte mit Ausnahme von “Jeden Tag”: Für ihre Eigenmarken wie “S-Budget”, “Clever” und “Lomee” haben die Supermärkte klare Richtlinien, die den Einsatz von Käfigeiern verbieten. Leider fehlt diese Information jedoch teilweise auf den Verpackungen.

“Aus Konsumentensicht ist die derzeitige Situation wenig zufriedenstellend. Greenpeace fordert daher eine Verbesserung der Kennzeichnung für alle Lebensmittel mit Ei. Dann wär auch Schluss mit den billigen Käfigeiern in Fertigprodukten”, sagt Hanna Simons.

Bio garantiert höhere Ansprüche

Ganz sicher können sich Konsumenten bei Bio sein: Die Herstellung ist umweltfreundlicher als bei herkömmlich produzierten Produkten, es ist garantiert kein gentechnisch verändertes Futter zum Einsatz gekommen und die Tierhaltung erfüllt deutlich höhere Ansprüche.

>> Eine Tabelle mit den Ergebnissen finden Sie hier

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