Greenpeace-Aktivisten besetzten Bundeskanzleramt

Aktivisten der Umweltschutzorganisation "Greenpeace" besetzten das Bundeskanzleramt
Aktivisten der Umweltschutzorganisation "Greenpeace" besetzten das Bundeskanzleramt - © APA
Zwanzig Aktivisten der Umweltschutzorganisation Greenpeace besetzten Dienstagfrüh vor Beginn des Ministerrates den Eingang zum Bundeskanzleramt. Innerhalb der Absperrung installierten die Aktivisten eine überdimensionale rote Laterne, um gegen Österreichs Klimapolitik zu demonstrieren.

Österreich ist der Europäischen Umweltagentur zufolge das einzige Land der EU-15, das seine Kyoto-Ziele nicht mehr erreichen wird. “Österreich ist binnen einer Dekade vom Umweltmusterland zum Klimaschutz-Schlusslicht in der EU verkommen”, meinte Greenpeace-Sprecher Niklas Schinerl.

Greenpeace fordert von der österreichischen Bundesregierung eine Neuordnung: Ein eigenständiges Ministerium für Umwelt- und Klimaschutz solle geschaffen werden. “Dringend” würde ein Klimaschutzgesetz benötigt. In diesem Gesetz sollten mittel- und langfristige Reduktionsziele für Treibhausgase festzuschreiben sein.

Anderen EU-Staaten sei es gelungen, ihre Kyoto-Ziele zu erreichen, indem sie ausreichende Klimaschutzmaßnahmen zeitgerecht initiiert haben, meint Greenpeace. Während die Niederlande mittels umfassender Pkw-Maut den CO2-Ausstoß im Verkehr begrenzen konnten, gilt Deutschland seit Jahren als Vorbild bei Investitionen in Erneuerbare Energien. Andere Nationen wie Frankreich oder Schweden setzten erfolgreich auf eine aufkommensneutrale CO2-Steuer.

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