Gratis-Kindergarten erst nach Anmeldeschluss entschieden

Wiener Kindergarten
Wiener Kindergarten - © APA
Ängste, wonach durch den Gratis-Kindergarten im September ein Massenansturm auf die städtischen Kinderbetreuungseinrichtungen bevorstünden, sind unbegründet: In Wien war der Anmeldeschluss schon im Jänner – bevor die Beschlüsse gefasst wurden.

In Wien stand die Debatte um das zwischen Bund und Ländern vereinbarte “Gratis-Kindergartenjahr” ganz im Schatten der Einführung des beitragsfreien Kindergartens ganztags und für alle Altersgruppen. Im Februar wurde verkündet, dass Eltern künftig nur mehr für das Essen ihrer Sprösslinge zahlen müssen. Der Rest, immerhin 226 Euro, entfällt künftig in den städtischen Krippen und Kindergärten. Die Regelung tritt ab 1. September in Kraft. Auf die Anmeldungen kann sich das aber nicht auswirken, denn die mussten in den städtischen Einrichtungen bereits zu Jahresbeginn vorgenommen werden, also vor sämtlichen Beschlüssen.

In Tirol kann man erst im September mit aktuellen Anmeldezahlen aufwarten. Ab Herbst wird dort der Besuch des Kindergartens für Vier- und Fünfjährige im Ausmaß von 20 Stunden pro Woche gratis. Die Kinderbetreuungsquote beziffert die Bildungslandesrätin Beate Palfrader (V) mit für Kinder im fünften und sechsten Lebensjahr mit 95 beziehungsweise 97 Prozent, 2008/2009 habe man in allen neun Bezirken 2.782 freie Plätze in den verschiedensten Einrichtungen verzeichnet. Bis dato gebe es noch keine Meldungen über Engpässe. Laut Palfrader sei “nicht damit zu rechnen, dass zu wenig Plätze vorhanden sein werden”, was auch für die jüngeren Kinder gelte.

Im Burgenland erwartet man keinen Anstieg bei den Anmeldungen, da bereits 99,8 Prozent der Fünfjährigen einen Kindergarten besuchen, hieß es aus dem Büro der Bildungslandesrätin Michaela Resetar (V) gegenüber der APA. Die verfügbaren Plätze würden “auf jeden Fall” ausreichen. Neu gibt es ab 1. September für rund 8.300 Kinderkrippen- und Kindergartenkinder einen Kinderbetreuungszuschuss. Eltern, deren Kind in einer Kinderkrippe betreut wird, erhalten monatlich maximal 90 Euro rückerstattet. Für Kindergartenkinder gibt es maximal 45 Euro zurück.

In Salzburg gibt es erst Mitte Oktober Anmeldezahlen. Ab September gibt es dort für alle nicht schulpflichtigen Kinder einen Zuschuss von 50 Euro (ganztags) bzw. 25 Euro (halbtags) – mit Ausnahme jener Kinder, für die der Gratiskindergarten gilt.

In der Steiermark gibt es seit dem Herbst 2008 den Gratiskindergarten für alle Drei- bis Sechsjährigen. Im Vergleich zum Vorjahr gebe es für diese Altersklasse insgesamt 27 Kinderbetreuungsgruppen mehr, zog Bildungs- und Familienlandesrätin Bettina Vollath (S) unlängst Bilanz. 43 Halbtagesgruppen wurden zu Ganztagesgruppen ausgeweitet, in denen jetzt zusätzliche 870 Buben und Mädchen betreut werden.

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