Grasser in Telekom-Affäre belastet

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Im Bild: Die Unschuldsvermutung.
Im Bild: Die Unschuldsvermutung. - © APA
Noch mehr Troubles für Karl-Heinz Grasser: Die Telekom, selbst tief im Korruptionssumpf, soll die ‘Roadshow’ des damaligen Finanzministers mit 90.000 Euro gesponsert haben.

Grasser war als Finanzminister oberster Eigentümervertreter der Telekom. Den Zuschlag für die 2,4 Millionen Euro teure KMU-Roadshow, die ihn im Jahr 2002 zum populärsten Politiker machte, erhielt damals die Firma des Lobbyisten Peter Hochegger vom Finanzministerium.

Grasser ließ sich sponsern

Durch einen Prüfbericht des Wirtschaftsprüfungsunternehmens deloitte, das im Juli 2011 im Auftrag der Telekom alle Zahlungen an Hochegger-Firmen durchleuchtete, wurde jetzt entdeckt, dass die Telekom und die mobilkom Grasser Roadshow damals mit insgesamt 90.000 Euro “Sponsorbeitrag” mitfinanziert haben. Das berichtet das Nachrichtenmagazin News in seiner am Donnerstag erscheinenden Ausgabe.

Die Zahlungsabwicklung wurde nicht direkt an das Finanzministerium, sondern über die Firma Hochegger Com abgewickelt. Laut Prüfbericht konnte für dieses Projekt “weder in der TA noch in der mobilkom” ein Angebot identifiziert werden. Auch Vergabeakt fanden die Prüfer keinen. Wie immer gilt für Karl-Heinz Grasser und alle weiteren Beteiligten die Unschuldsvermutung.

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