Gore warnt in Wien vor Folgen des Klimawandels

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Der frühere US-Vizepräsident und heurige Friedensnobelpreisträger Al Gore ist am Mittwoch auf Blitzbesuch nach Wien gekommen.

Gore warnte vor den Folgen des Klimawandels erklärte bei einem Treffen mit Bundeskanzler Gusenbauer aber gleichzeitig, dass in den USA ein Bewusstseinswandel in der Umweltschutzthematik eingesetzt habe. Grund für das Kommen war eine Einladung der Mobilkom für einen Vortrag.

Vor über 900 Zuhörern sagte Gore, der Klimawandel sei hauptverantwortlich für die Feuerkatastrophe in Kalifornien und könnte dazu führen, dass man in Österreich bald keine Gletscher mehr sehen werde. Eine Rückkehr in die Politik schloss Gore in Wien nicht aus, allerdings betonte er: „Ich habe keine Pläne, für das Amt des US -Präsidenten zu kandidieren.“

In seiner Rede berichtete Gore, dass es in Südkalifornien heuer weniger als drei Zentimeter Regen gegeben habe und die Temperaturen in den vergangenen Tagen um zehn Grad höher gelegen seien als im früheren Durchschnitt. Die starken Winde hätten die Situation zusätzlich verschlechtert. Sein Schluss daraus: „Wir stehen vor einer planetaren Notfallsituation! Wir müssen daher handeln!“

Großes Lob spendete der Demokrat Gore dabei Kaliforniens republikanischem Gouverneur Arnold Schwarzenegger. Schwarzenegger mache einen „tollen Job“ und setze in klimapolitischer Hinsicht wichtige Akzente.

700 Städte in den USA hätten sich bereits für die Umsetzung des von den USA bisher nicht ratifizierten Klima-Protokolls von Kyoto ausgesprochen. Der Druck aus den Bundesstaaten auf den US-Senat nehme immer mehr zu. Er glaube fest daran, dass nach den Wahlen im November 2008 eine andere Politik in die USA herrschen werde.

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