Gods Of Egypt – Trailer und Kritik zum Film

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Gods Of Egypt – Trailer und Kritik zum Film
Stargespickt ist das Drama “Gods of Egypt”, vereint das Epos doch Schauspieler wie Gerard Butler oder Geoffrey Rush als Götter und Helden der Antike.

Dennoch weist das 3D-Spektakel über das alte Ägypten alles andere als göttliche Qualitäten auf. Ab Donnerstag im Kino.

Gods Of Egypt – Die Geschichte

Das alte Ägypten ist in “Gods of Egypt” eine Welt, in der die Götter unter den Menschen weilen und über sie herrschen. Sie sind mindestens drei mal so groß wie die Sterblichen, Gold fließt statt Blut durch ihre Adern, und sie besitzen die Fähigkeit sich in mächtige Kreaturen zu verwandeln. Set, Gott der Finsternis (Butler), der rachsüchtige Horus (Coster-Waldau) und der Herrscher des Universums, Ra (Rush), haben eines gemeinsam: Sie wollen ein Vermächtnis hinterlassen, welches in Erinnerung bleiben soll. Genau das gelingt Regisseur Alex Proyas, bekannt durch Filme wie “The Crow” (1994), “Dark City” (1998) und “I, Robot” (2004), mit seinem Historien-Spektakel aber nicht.

Anfänglich scheint die futuristisch wirkende Welt noch in Ordnung. Horus soll von seinem Vater, dem gütigen Herrscher Osiris, zum neuem König von Ägypten gekrönt werden. Die Zeremonie wird von Set, einen ehemals verbannten Gott, gecrasht. Set gewinnt die Überhand, stiehlt Horus sein Augenlicht und übernimmt die Herrschaft. Das Land ist dem Untergang geweiht – so scheint es zumindest.

Schauspieler aus Dänemark (Coster-Waldau), Schottland (Butler) und Australien (Rush) spielen dabei alte ägyptische Götter. Allein diesen Umstand verdankt der Fantasystreifen seine unfreiwillige Komik. Weiters sorgen die riesengroßen Körper von “Game of Thrones”-Star Coster-Waldau und Butler, der bereits in “300” in einer computergenerierten Welt der Antike zu sehen war, für ungewollte Lacher. Butler fällt aber nicht nur aufgrund seiner unmenschlichen Körpergröße auf, sondern leider auch wegen einer ausdruckslosen Mimik und einsilbigen Sprüchen.

Gods Of Egypt – Die Kritik

“Nichts erfüllt mich”, ist der einziger Kommentar von ihm, als er seine ehemalig Geliebte umbringt. Die Drehbuchautoren Burk Sharpless und Matt Sazama, die bereits mit “The Last Witch Hunter” (2015) und “Dracula Untold” (2014) enttäuschten, versuchen zwanghaft mit solchen Sätzen dem Film eine gewisse Epik zu verleihen, was bei “Gods of Egypt” allerdings nicht aufgeht. Dialoge sowie Charaktere wirken hölzern und aufgesetzt.

Gott Horus und der sterbliche Bek machen sich schließlich auf die Reise, um den grausamen Set zu stürzen. Wie erwartet stellen sich ihnen dabei diverse Hindernisse in den Weg. Riesenschlangen und eine Schar an Minotauren begegnen den Helden in dem vorhersehbaren Fantasy-Mischmasch. Dabei wirken die Monster zum Teil billig animiert – trotz 140 Millionen Dollar hoher Produktionskosten.

Einer der wenigen Lichtpunkte ist Oscar-Preisträger Geoffrey Rush als Ra, Gott des Lichtes. Von seinem durch das Universum schwimmenden Schiff aus muss er täglich einen gigantischen Dämon abhalten, die gesamte Welt aufzusaugen. Die Szenen mit Rush überzeugen sowohl schauspielerisch, als auch dank bildgewaltiger 3D-Effekte im Weltraumambiente. Ansonsten kennzeichnet “Gods of Egypt” allerdings flächendeckende Fantasielosigkeit.

>> “Gods Of Egypt” in den heimischen Kinos

(APA)

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