Novomatic: 500 Automaten für “spielerschutzfreundliches Alternativangebot” in Wien nötig

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Der Novomatic-Konzernchef hält nach wie vor nichts vom Glücksspielverbot.
Der Novomatic-Konzernchef hält nach wie vor nichts vom Glücksspielverbot. - © APA
Der Glücksspielkonzern Novomatic stellte fest, dass es 500 Automaten in Wien bräuchte, um gegenüber dem illegalen Glücksspiel in der Stadt ein “spielerschutzfreundliches Alternativangebot” zu setzen.

Der niederösterreichische Glücksspielkonzern Novomatic hätte für vergangenen Herbst einen Börsengang geplant, dann aber doch davon abgelassen. Auch in den kommenden zwei Jahren werde es keinen IPO geben, sagte Konzernchef Harald Neumann laut Zeitungsberichten bei der Glücksspielmesse ICE in London.

Auch zum Wiener Markt, wo das Automatenzocken (“kleines Glücksspiel”) seit Anfang 2015 verboten ist, äußerte sich Neumann. 500 Geräte würden für Wien seiner Meinung nach reichen, aber nicht in Wohngebieten oder in der Nähe von Schulen, um gegenüber dem illegalen Glücksspiel ein “spielerschutzfreundliches Alternativangebot” zu setzen.

Novomatic will nicht an Börse gehen

Das Aufstellen von Glücksspielautomaten ist derzeit in Wien nur den teilstaatlichen Casinos Austria erlaubt, an denen Novomatic einen Anteil von 17 Prozent hält. Die Casinos-Tochter Lotterien ist nämlich über ihre Bundes-Lottolizenz berechtigt, österreichweit bis zu 5.000 sogenannte Video Lottery Terminals (VLT) aufzustellen. Etwaige Automatenverbote in Bundesländern wie Wien greifen bei VLTs also nicht.

Derzeit betreiben die Casinos Austria in ganz Österreich mehr als 600 Automaten. In Wien stellten sie vor wenigen Tagen im Prater 50 VLT-Geräte auf, sehr zum Missfallen von Stadträtin Ulli Sima (SPÖ). Im Prater hatte früher, vor dem Verbot, Novomatic eine große Glücksspielautomatenhalle betrieben.

Novomatic-Chef Neumann bekräftigte in London: “Die einzige Möglichkeit, aktiven Spielerschutz zu betreiben, ist reguliertes Glücksspiel.” In Wien sei dem illegalen Glücksspiel seit dem Automatenverbot Tür und Tor geöffnet.

(APA/Red)

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