Geschichte der Winterspiele: 1924 – 1948

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Was als Begegnung einiger Sportanhänger begonnen hat, ist zur Massenveranstaltung geworden: Olympia. Hier folgt eine Auswahl von Ereignissen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit – aus den bisherigen Winterspielen.

CHAMONIX 1924:
Erst 28 Jahre nach der Premiere der Sommerspiele wurden am Mont-Blanc-Massiv die ersten Winterspiele ausgetragen. Das IOC erhob die als “Wintersportwoche“ ausgetragene Veranstaltung im Mai 1925 nachträglich in den Rang Olympischer Spiele. Für Sieger und Platzierte hatte es nicht einmal Medaillen gegeben. Österreich startete überaus erfolgreich. Im Eiskunstlauf gab es erste Plätze durch Herma Jarosz-Szabo und das Paarlauf-Duo Helene Engelmann/Alfred Berger sowie Rang zwei durch Willy Böckl. Erfolgreichster Athlet war der norwegische Eisschnellläufer Clas Thunberg, der drei Bewerbe gewann und noch je einen zweiten und dritten Platz verbuchte. 16 Nationen entsandten 258 Sportler.

ST. MORITZ 1928:
Ohne Goldmedaille blieb Österreich bei den zweiten Winterspielen. Wieder sorgten ausschließlich die Eiskunstläufer für Erfolgserlebnisse. Silber gab es für Willy Böckl, Fritzi Burger und das Paarlauf-Duo Lilly Scholz/Otto Kaiser, Bronze holten sich Melitta Brunner/Ludwig Wrede (Paare). Die Teilnehmerzahl der Spiele stieg auf 464 (aus 25 Nationen). Erfolgreichster Sportler war wieder ein norwegischer Eisschnellläufer: Bernt Evensen gewann je einmal Gold, Silber und Bronze.

LAKE PLACID 1932:
Nur 17 Nationen meldeten für die dritte Auflage der Winterspiele, 252 Sportler gingen an den Start. Österreich kehrte mit zweimal Edelmetall zurück. Karl Schäfer wurde Eiskunstlauf-Olympiasieger, Silber gab es wie schon 1928 für Fritzi Burger. Mit je zwei Mal Gold im Eisschnelllauf waren die US-Boys Jack Shea und Irving Jaffee die erfolgreichsten Athleten.

GARMISCH-PARTENKIRCHEN 1936:
Neben drei Medaillen im Eiskunstlauf – Karl Schäfer verteidigte seinen Titel als Olympiasieger erfolgreich, Silber gab es für Ilse und Erik Pausin (Paare) und Bronze für Felix Kaspar – gewann Österreich erstmals eine Medaille im Eisschnelllauf. Max Stiepl wurde über 10.000 m Dritter. 668 Athleten aus 25 Nationen gingen an den Start, am erfolgreichsten schnitt erneut ein norwegischer Eisschnellläufer ab: Ivar Ballangrud wurde dreifacher Olympiasieger und holte einmal Bronze.

ST. MORITZ 1948:
Der Zweite Weltkrieg verhinderte die Durchführung der Winterspiele in den Jahren 1940 und 1944. St. Moritz erlebte die “echte“ Olympia-Premiere der alpinen Ski-Bewerbe. 1936 war nur eine Art alpine Kombination ausgetragen worden. 1948 gab es je drei Rennen für Frauen und Männer. Insgesamt acht Medaillen nahm Österreich aus St. Moritz mit. Trude Beiser holte sich Kombinationsgold und Silber in der Abfahrt, Franz Gabl gewann ebenfalls Abfahrtssilber, Bronze gab es für Resi Hammerer (Abfahrt) und gleich zweimal für Erika Mahringer (Slalom und Kombination). Auch im Eiskunstlauf war Österreich wieder erfolgreich. Eva Pawlik holte sich Silber, Bronze ging an Edi Rada. 669 Sportler aus 28 Ländern waren in St. Moritz dabei, mit drei Medaillen (zwei in Gold, eine in Bronze) war der französische Alpine Henri Oreiller am erfolgreichsten.

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