Gerard Piqué rettet den spanischen EM-Auftakt

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Gerard Piqué traf kurz vor Schluss zur Entscheidung.
Gerard Piqué traf kurz vor Schluss zur Entscheidung. - © AFP Photo/Pascal Guyot
Nach zahlreichen vergebenen Chancen drohte Spanien, gegen Tschechien mit einem Punkteverlust in die EM zu starten. Ein spätes Tor von Gerard Piqué sicherte den Iberern doch noch den Sieg.

Titelverteidiger Spanien ist am Montag in Toulouse mit einem verdienten 1:0-(0:0)-Sieg über Tschechien in die Fußball-EM in Frankreich gestartet. Barcelona-Innenverteidiger Gerard Piqué erlöste den Topfavoriten mit seinem Kopfballtor in der 87. Minute. Damit liegen die Spanier gemeinsam mit den Kroaten, die am Sonntag 1:0 gegen die Türken gewonnen hatte, an der Spitze der Gruppe D.Nächster spanischer Gegner ist am Freitag (21:00 Uhr) in Nizza die Türkei. Die Tschechen treffen am selben Tag in St. Etienne (18.00) Uhr auf die Kroaten. Mit weiteren Erfolgen würden die beiden Auftaktsieger bereits den vorzeitigen Achtelfinaleinzug fixieren.

Die Spanier, die nach den EURO-Triumphen 2008 in Österreich/Schweiz und 2012 in Polen/Ukraine auf ihren dritten EM-Titel in Serie losgehen, wussten ihren Ballbesitz von 67 Prozent lange Zeit nicht in Tore umzumünzen, weil vorne der Vollstrecker fehlte. Deshalb entwickelte sich die Partie gegen die defensiv agierenden Tschechen zu einem nervenaufreibenden Geduldspiel, das nach einer Maßflanke von Spaniens Spielmacher Andrés Iniesta auf Piqué erst spät entschieden wurde.

De Gea statt Casillas im spanischen Tor

Spaniens Tor wurde von David de Gea, dessen Name zuletzt in Zusammenhang mit einem Sexskandal in die Schlagzeilen geraten war, gehütet. Der Schlussmann von Manchester United erhielt gegenüber Rekordnationalspieler Iker Casillas den Vorzug, somit führte Real-Madrid-Abwehrchef Sergio Ramos den Titelverteidiger aufs Feld. Tschechiens Kapitän war Tomas Rosický, der in dieser Saison nur 19 Minuten für seinen Klub Arsenal gespielt hatte und deshalb wenig überraschend extrem schwach spielte.

Die erste Topchance vergab Spaniens Mittelstürmer Álvaro Morata, der in der 16. Minute nach Stanglpass von David Silva kläglich an Tschechiens Tormann Petr Čech scheiterte. Der dreifache Europameister dominierte die Partie gegen den extrem tief stehenden Gegner in den ersten 45 Minuten klar, kam aber nur selten zu guten Möglichkeiten. Nach einer knappen halben Stunde zischte ein Schuss von Morata knapp am langen Eck vorbei (29.). Außenverteidiger Jordi Alba scheiterte ebenso wie knapp 60 Sekunden später Silva an Čech (40./41.). De Gea musste dagegen in der ersten Hälfte nur einmal bei einem Schuss von Tomáš Necid eingreifen (45.).

Turbulente zweite Hälfte

Unmittelbar nach dem Wechsel wurde es extrem hektisch vor dem Tor der Tschechen. Zunächst ging Innenverteidiger Roman Hubník in einen Stanglpass von Morata und produzierte damit fast ein Eigentor, doch die Stange verhinderte das 1:0 (46.). Beim anschließenden Eckball zeichnete sich neuerlich Čech mit einer Fußabwehr gegen Nolito aus, ehe Hubník im Verbund mit Tomáš Sivok den Nachschuss von Ramos abblockte (47.).

Auf der Gegenseite parierte De Gea einen Hubník-Schuss nach einer Freistoßflanke von Ladislav Krejčí (57.). Und in der 65. Minute verhinderte Cesc Fábregas nach einem Kopfball von Theodor Gebre Selassie mit einer spektakulären Rettungsaktion vor der Linie die tschechische Führung. Fünf Minuten später hätte es dann eigentlich 1:0 für Spanien stehen müssen, doch nach Idealpass von Silva verstolperte Alba, wodurch Hubník zur Ecke klären konnte (70.). Erst die Iniesta-Flanke auf Piqué brachte den gewünschten Erfolg, den De Gea mit einer Parade bei einem Gewaltschuss von Vladimír Darida in der Nachspielzeit (92.) festhielt.

(APA, Red.)

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