Geplanter Bombardier-Stellenabbau: Auch Wien-Standort betroffen

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Bombardier baut auch in Wien Straßenbahnen
Bombardier baut auch in Wien Straßenbahnen - © BOMBARDIER/DÖLLMANN DESIGN + ARC
Am Donnerstagnachmittag hat der Aufsichtsrat von Bombardier Transportation über den angekündigten Stellenabbau in Deutschland beraten. Jeder zwölfte Arbeitsplatz soll gestrichen werden – auch in Wien.

Zu konkreten Beschlüssen wollte sich das Unternehmen nicht äußern. Es handle sich um eine interne Veranstaltung, sagte ein Sprecher. Die Sitzung dauerte am frühen Donnerstagabend noch an.

Bombardier-Jobabbau: Standort Wien geringfügig betroffen

Der Zugbauer will weltweit etwa jeden zwölften Arbeitsplatz streichen, in Deutschland stehen 1.430 von 10.500 Arbeitsplätzen auf der Streichliste. Auch der österreichische Standort in Wien ist geringfügig betroffen.

Die IG Metall hatte sich von dem Treffen Klarheit über den geplanten Stellenabbau erhofft. “Wir werden die Aufsichtsratssitzung nutzen, um zu erfragen, was die Grundlage dafür ist”, sagte Bombardier-Aufsichtsrat Olivier Höbel. Er führt den IG-Metall-Bezirk Berlin, Brandenburg, Sachsen, wo bundesweit die meisten Stellen wegfallen sollen.

IG Metall enttäuscht nach Bombardier-Aufsichtsratssitzung

Die Sitzung des Aufsichtsrats von Bombardier Transportation hat der IG Metall nicht die erhoffte Klarheit über den vom Konzern angekündigten Stellenabbau gebracht. Bezirksleiter Olivier Höbel sprach am Donnerstagabend von einem “eher enttäuschenden Verlauf” des Treffens. Die bereits öffentlich bekannten Zahlen lägen unverändert auf dem Tisch.Die Arbeitnehmervertreter hätten während der Sitzung deutlich gemacht, dass sie eine strukturelle Zukunftsplanung vermissen, sagte Höbel der Deutschen Presse-Agentur. “Wir fordern eine innovative Personalpolitik. Es ist klüger, über die Arbeitszeit zu atmen und Stunden zu kürzen, statt Arbeitsplätze abzubauen.”

Mehr Klarheit von Bombardier erhofft

Die IG Metall hatte sich von dem Treffen mehr Klarheit über den künftigen Kurs des Konzerns und den geplanten Stellenabbau erhofft: “Wie steht das mit der Produktion im Einklang? Ist die Zahl am Ende nur finanzgetriebenes Wunschdenken?”, sagte Höbel. Er ist Aufsichtsratsmitglied bei Bombardier und führt den IG-Metall-Bezirk Berlin, Brandenburg, Sachsen, wo bundesweit die meisten Stellen wegfallen sollen.

Das Bombardier-Management hatte betont, man wolle mit den Kürzungen die Wettbewerbsfähigkeit des Unternehmens sichern. Deutschlandschef Dieter John sagte zu, die Stellen würden “so sozialverträglich wie möglich” abgebaut. Gut die Hälfte der Betroffenen seien Leiharbeiter. Der Stellenabbau trifft besonders die drei großen Werke in Bautzen, Görlitz und Hennigsdorf.

>>Massiver Stellenabbau bei Bombardier: Auch 550 Mitarbeiter in Wien tätig

(apa/red)

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