Gemeindebau: Schnee-Großeinsatz der Hausbesorger

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Auch die MA48 schaufelt mit, wenn der Schnee denn endlich kommt
Auch die MA48 schaufelt mit, wenn der Schnee denn endlich kommt - © MA48
Wien ist die Gemeindebauhauptstadt der ganzen Welt. Rund 220.000 Wohnungen im Eigentum der Stadt gibt es – und die wollen natürlich vom Schnee befreit werden!

Rund 2.800.000 Quadratmeter befestigte Flächen – das entspricht der Größe von 390 Fußballfeldern – werden im Winter in den Gemeindebauten von den noch knapp 1.900 Hausbesorgerinnen und Hausbesorgern, den MitarbeiterInnen der Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung und von eigens beauftragten Fachfirmen betreut. Mit Schaufeln und Pflugfahrzeugen sorgen sie für die Schneeräumung auf den Wegen und Stiegen und bestreuen diese bei Eis und Glätte.

Los geht’s, sobald der erste Schneefall einsetzt. Die Nacht von Montag auf Dienstag war also entsprechend kurz im Gemeindebau. So richtig legen sämtliche Schneekehrkräfte dann aber erst in den frühen Morgenstunden los. “Die Hausbesorger sowie die Mitarbeiter der Wiener Wohnen Haus- & Außenbetreuung sorgen durch ihren unermüdlichen Einsatz – speziell in den Nacht- und Morgenstunden – für die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner der Wiener Gemeindebauten”, betont Wohnbaustadtrat Michael Ludwig. Unterstützt werden sie dabei von eigens beauftragten und konzessionierten Fachfirmen.

Geräumt und gestreut im Gemeindebau

Insgesamt knapp 1.900 Hausbesorger sind heute noch im Gemeindebau für die Betreuung der Wohnhausanlagen zuständig. Sie sorgen das ganze Jahr über für ein gepflegtes Wohnumfeld und – speziell in den Wintermonaten – für die Sicherheit der Bewohner und Passanten auf Gehsteigen und Fußwegen. Exakt 1.824.955 Quadratmeter befestigte Außenfläche, das entspricht der Fläche von rund rund 254 Fußballfeldern bzw. deutlich mehr als die Gesamtfläche des 4. Wiener Gemeindebezirks, werden derzeit von den Hausbesorgern im Gemeindebau betreut.

Bestens gerüstet durch den Winter

Die Hausbesorger im Gemeindebaut sind für den Winter bestens gerüstet. Etwas erleichtert wird die Aufgabe werden die HausbesorgerInnen von rund 1.900 Maschinen. Die Traktoren, Hand-Schneeräumgeräte und Streuwägen wurden in den Sommermonaten auf ihre Funktionstüchtigkeit überprüft und gewartet. Neben dem bereits vorhandenen Streugut wurden im Herbst 690.000 kg Streusplitt, 560.000 kg Salz und 317.000 kg Kaliumcarbonat (Blähton) von den Hausbesorgern bevorratet.

Wege müssen ab 6 Uhr frei sein

“Vor allem in größeren Anlagen müssen manche Hausbesorger bei starken Schneefällen bereits ab 3 Uhr in der Früh mit der Arbeit beginnen, damit – so wie es das Gesetz vorsieht – um 6 Uhr die Wege frei passierbar sind. Die rechtzeitige Schneeräumung ist vor allem für die Sicherheit der Bewohnerinnen und Bewohner enorm wichtig”, erklärt der Wiener Wohnbaustadtrat.

Über die neuesten Wetterdaten dem Laufenden gehalten werden die Hausbesorger im Gemeindebau über ein eigenes SMS-System.

Gesetzliche Winterdienstverpflichtung im Gemeindebau

Gesetzlich ist der Winterdienst und die Verpflichtung zur Schneeräumung sowie die Sicherung von Gehwegen in Wohnhäusern und im Gebäudebereich klar geregelt. In der Zeit von 6.00 bis 22.00 Uhr müssen die Gehwege von Schnee geräumt sein und bei Glatteis bestreut werden. Dabei müssen zwei Drittel des Gehweges, jedenfalls aber mindestens 1,5 Meter, von Eis und Schnee frei sein. Verantwortlich dafür sind die jeweiligen Hauseigentümer bzw. die von ihnen beauftragten Unternehmen oder Personen. Auch die Haftungsfragen bei Unfällen sind klar geregelt. Wurde nicht oder nicht ausreichend geräumt bzw. der verpflichtenden Sicherung der Gehwege bei Eisbildung nicht nachgekommen, haften bei Schäden die jeweiligen Hauseigentümer bzw. die von ihnen beauftragten Hausbesorger oder Firmen.Schnee-Service der StadtAuskünfte zur Schneeräumung und zur winterdienstlichen Betreuung geben die MitarbeiterInnen der Wiener Wohnen Service-Nummer 05 75 75 75. Unter dieser rund um die Uhr erreichbaren Servicenummer werden auch Meldungen über Mängel bzw. Beschwerden entgegen genommen.

Eingehende Meldungen werden unmittelbar überprüft und schließlich die notwendigen Schritte eingeleitet, um den Gemeindebau schneefrei zu bekommen.

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