Gelingt Rapid die Revanche gegen Hapoel?

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Rapid steht vor dem Europa-League-Heimspiel im Wiener Happel-Stadion unter Zugzwang. Die Hütteldorfer wollen nicht nur die 1:5-Schlappe vom Hinspiel vergessen machen, sie müssen auch siegen, um im Rennen um die beiden Aufstiegsplätze der Gruppe C zu bleiben.

Dennoch wäre laut Trainer Pacult auch im Falle eines Remis noch nicht alles verspielt. “Viel würde sich dadurch nicht ändern. Die Israelis wären weiter zwei Punkte vor uns und müssen noch nach Glasgow und dann gegen den HSV spielen. Das wäre dann für sie auch noch nicht in trockenen Tüchern. Abgerechnet wird dann nach dem letzten Spiel.”

Abgesehen von Hannes Eder (Entzündung im Fersenbereich) kann Pacult voraussichtlich auf alle Kaderspieler zurückgreifen, zuletzt meldete sich auch Markus Heikkinen nach überstandener Adduktorenverletzung wieder fit. Bei der Niederlage in Tel Aviv war der finnische Mittelfeldspieler schmerzlich vermisst worden. “Ohne Heikkinen sind wir offensiver ausgerichtet, weil ich dann lieber das Risiko mit Pehlivan und Boskovic im Zentrum gehe. Und Boskovic ist bekanntlich in der Defensive nicht allzu stark.”

Bei einer Rückkehr von Heikkinen würde Boskovic wohl wie gegen den HSV auf die linke Seite wechseln und Veli Kavlak über die rechte Flanke agieren, zumal Christopher Trimmel wegen einer Oberschenkelblessur auch am Mittwoch nicht mit der Mannschaft trainierte. Als Solo-Spitze wird wieder Nikica Jelavic erwartet, der in Israel in der ersten Hälfte zwei Top-Chancen vergab.

“Da waren wir bis zum Tausendguldenschuss zum 1:2 zumindest ebenbürtig. Entscheidend war dann das dritte Tor der Israelis, dann sind sie richtig aufgekommen, so wie wir gegen den HSV”, erklärte Pacult, für den das Resultat des ersten Duells nicht das wahre Kräfteverhältnis widerspiegelt. “Natürlich ist Hapoel eine gute, flexible, sehr bewegliche Mannschaft, aber wir müssen auf unsere Stärken schauen.”

Dazu zählt unter anderem die Qualität bei ruhenden Bällen. “Wenn wir im Spiel nicht durchkommen, können wir sie sicher über Standards erwischen. Das hat man auch in Israel gesehen, da war fast jede Standard-Situation gefährlich”, meinte Pacult. Ein weiterer Hoffnungsschimmer ist auch die für Israelis ungewohnte Witterung mit nur wenigen Plusgraden. “Sie werden dieses nasskalte Wetter sicher nicht so gewohnt sein, aber es liegt an uns, das auszunützen.”

Und wenn sich Hapoel, das wieder auf den zuletzt gesperrt gewesenen Abwehrchef Badir zurückgreifen kann, auch von den kalten Temperaturen nicht beeindrucken lässt, so hat Rapid immer noch ein ausverkauftes Happel-Stadion hinter sich. “Bei so einem Wetter sind wir in der Pflicht, eine gute Leistung zu bringen, damit es dem Publikum warm ums Herz wird. Doch wir müssen die Fans auch so anstacheln, dass sie mitgehen können”, forderte Pacult.

Eli Gutman, Trainer von Hapoel Tel Aviv, zeigte trotz des klaren Heimsieges seiner Truppe Respekt. “Wir wissen, dass wir gegen eine Mannschaft mit viel Tradition und Fußball-Affinität spielen. Bei allem Respekt vor unserem 5:1-Sieg in Tel Aviv, hier begegnen einander zwei gleichstarke Teams”, sagte Gutman.

Seine Mannschaft wird im Prater von rund 800 Fans unterstützt, die übrigen rund 1.900 Tickets, die Hapoel zustehen, aber vom Club nicht benötigt werden, gehen aus Sicherheitsgründen nicht in den Verkauf. Dafür sind laut Clubserviceleiter Andreas Marek am Donnerstag noch Karten an der Abendkassa zu haben, weil einige vorbestellte Tickets nicht zeitgerecht abgeholt wurden.

Europa League/Gruppe C/4. Runde
SK Rapid Wien – Hapoel Tel Aviv
Wien, Ernst-Happel-Stadion, 19.00 Uhr/live Sky, SR Tommy Skjerven/NOR

Rapid: Payer – Dober, Soma, Patocka, Katzer – Heikkinen, Pehlivan – Kavlak, Hofmann, Boskovic – Jelavic
Ersatz: Hedl – Jovanovic, Kulovits, Trimmel/Konrad, Drazan, Gartler, Salihi
Es fehlt: Eder (Entzündung im Fersenbereich)
Fraglich: Trimmel (Oberschenkelblessur)

Hapoel: Enyeama – Bondarv, Douglas da Silva, Badir, Ben Dayan – Natcho, Menteschaschwili – Vermouth, Vucicevic, Shechter – Yeboah
Ersatz: Yanko – Yadin, Kende, Yadin, Zehavi, Lala, Mare

Parallel-Spiel: Hamburger SV – Celtic (19.00 Uhr/live Sat1)

Tabelle:
 1. Hapoel Tel Aviv         3   2  0  1    9:6      6
 2. Hamburger SV            3   2  0  1    5:5      6
 3. Rapid Wien              3   1  1  1    5:6      4
 4. Celtic Glasgow          3   0  1  2    2:4      1

Der weitere Spielplan:
 2. Dezember, 21.05: Celtic – Hapoel, HSV – Rapid
17. Dezember, 19.00: Hapoel – HSV, Rapid – Celtic

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