Geiler als jedes Smartphone: die ÖVP

Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres
Bundesministerium für Europa, Integration und Äusseres - © CC BY 2.0
Gastkommentar der Gebrüder Moped: Beim Bundesparteitag der ÖVP kurz vor Christi Himmelfahrt war die Stoßrichtung der Konservativen unübersehbar.

Die Partei soll jünger, weiblicher und moderner werden. Jedenfalls geben dies die älteren Herren der Partei vor. Und Men in Black kennen sich bekanntlich am Besten aus. Zumindest in der ÖVP.

Ich mach dich Khol, Alter!

Die Schlacht um das “minderheitenfreundliche Mehrheitswahlrecht” aus der Werkstatt der Jungen Volkspartei hat zwar letztlich doch Seniorenboss Andreas Khol für sich entscheiden können. Aber seien wir uns ehrlich: Im Vergleich zu den sowjetischen 100+ Omas aus dem Guinness Buch der Rekorde geht Khol gewiss noch als Youngster durch. Die Zeiten haben sich eben geändert, wie Django Mitterlehner richtig erkannt hat. Black is back, das verraten uns die am Parteitag verteilten Werbetascherln. Und jetzt alle so: Oh, yeah!

Panikorchester Juraczka
Wie weit dieser neue Anstrich der gelebten Lässigkeit nun auch bei den FunktionärInnen der Wiener ÖVP angekommen ist, scheint unklar. Ob man mit Angst vor Fahrrädern, Angst vor Homosexualität, Angst vor Fußgängerzonen, Angst vor der eigenen Stadt und Angst vor dem Leben als solchem gerade bei jungen Menschen mehr punkten kann als die so heftig angefeindeten Neos, wird man sehen. Mutiger Ansatz jedenfalls.

Forever young, forever Pröll

Ganz anders in Niederösterreich. Dort hat erst neulich der ewig junge Erwin Pröll es nicht ausgeschlossen, auch bei der kommenden Landtagswahl 2020 noch einmal für sein Bundesland zu kandidieren. Verständlich, die Leseratte mit den zumindest beruflich klaren Verhältnissen ist doch schon so lange im Amt. Und was die wenigsten wissen: Als Erwin Pröll seine Karriere startete, wurde in Niederösterreich gerade die Venus von Willendorf vergraben. Das merkt man heute nur noch an der ihr abgeschauten Frisur des Landeschefs. Und an seiner Politik.

Der progressive Hintergedanke einer ewigen Regentschaft ist jedenfalls durchschaubar. Der niederösterreichische Landeshauptmann möchte zur Schwulen- und Lesben-Ikone werden. Der Wahl-Slogan für 2020 steht fest: Erwin Pröll unstopable. Was soll ein Mann seines Kalibers auch heute noch großartig anderes unternehmen? Sein Buch hat er ausgelesen. An mangelnden zeitlichen Ressourcen wird es demnach nicht scheitern.

Die ÖVP am Zahn der Zeit

Unumstritten jedenfalls: Die ÖVP denkt nach vorne. Denn unsere Gesellschaft wird älter. Wenn 2050 nur noch reifere Semester durch unsere Straßen fegen, wird selbst die Silberrücken-Riege der Österreichischen Volkspartei jung und frisch wirken. Ja, seit Frau Wurst sogar als weiblich durchgehen. Und hat nicht schon einst ÖVP-Obmann Taus von sich selbst behauptet, er sei “eine Knack-Wurst mit Brille”? Genderwahn is back. Und sowas von black.

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