Geheimtipp Guatemala – ein Paradies für Genießer

Geheimtipp Guatemala – ein Paradies für Genießer
Guatemala ist ein reiches Land. Auch wenn die wirtschaftlichen Fakten dies nicht unterstreichen, die reichhaltigen Schätze in Natur und Kultur sind ein echter, touristischer Geheimtipp, der den kleinen Staat in Zentralamerika zu einem Paradies für Genießer erhebt.

Der Mythos der Mayas, unberührte Urwälder, der Duft von Hochlandkaffee, das Flair gehobener Rauchkultur, die Eleganz von karibischem Rum – all das und noch viel mehr ist Guatemala.

Natur pur und Mayamythos – der Petèn

Hier gibt es ihn noch, den unberührten Urwald Zentralamerikas. Trotz aller Kultivierungsmaßnahmen und dem zunehmenden Ausverkauf tropischer Hölzer hat Guatemala in seinem nördlichen Departement Petèn, das fast ein Drittel des Landes ausmacht, den Sinn für den unschätzbaren Wert der weltweit siebtgrößten Regenwaldreserve erkannt, auch wenn die starke Bevölkerungszunahme der vergangenen Jahrzehnte diesem Landesteil nicht unbedingt von Nutzen waren. Petén bedeutet “Insel”, die kleine Insel im Petèn-Itzà-See, auf der die Departementhauptstadt Flores liegt, gab der Region den Namen, die früher Mayab “Land der Mayas” hieß. Mit seinem 576 Quadratkilometer großen Nationalpark Tikal, der als das größte Zeremonialzentrum des Maya-Landes gilt, eröffnet sich inmitten der Urwälder des Petèn ein beispielloser Einblick in die Baukunst der Mayas einhergehend mit unberührtem Naturspektakel. Die Tempel und Pyramiden sind ein erhebendes Ereignis. Tikal – “Ort an dem Stimmen ertönen”, das hautnahe Erlebnis von tropischen Wildtieren verdeutlicht dem Naturgenießer die Namensgebung nur zu gut und lässt den Besuch im Nationalpark zum echten Abenteuer werden.

Auf dem Rìo Dulce zur Karibikküste – die Seele der Erde

Unverzichtbares Erlebnis für den Genießer unberührter Natur ist eine Bootsfahrt auf dem Rìo Dulce vom Izaba-See in Richtung Karibikküste. Ruhe und Entspannung erwarten den Freund der Flora und Fauna auf der Fahrt vorbei an der Vogelinsel “Isla de Pajeros”, den heißen Thermen “aquas caliente”, die zu einem Badestop einladen und den zahlreichen Mayadörfern am Flussufer. In der “laguna del mal cocinando” wird Guatemalas Beiname “Seele der Erde” deutlich: Der Mensch ist hier zu Gast in der Natur. Das Plätschern des Flusses an die Ufer und die monotonen Laute der Kormorane sind hier die einzigen, wahrnehmbaren Geräusche, deren Komposition einen unbeschreiblichen Erholungszustand hervorbringen.

Frohsinn und Lebensfreude drückt sich in dem quirlig-bunten Städtchen Livingston an Guatemalas Karibikküste aus, das nur mit dem Boot erreichbar ist. Begrüßt von Pelikanen und palmenbestandenen, weißen Stränden lädt der von Guatemalas schwarzer Bevölkerung, den Garifunas, bewohnte Golf von Honduras an der Mündung des Rìo Dulce den Genussreisenden zu einem unvergesslichen Aufenthalt ein.

Antigua – lebendige Kolonialgeschichte und Zentrum der Genüsse

Die ehemalige Hauptstadt Antigua (bis 1773), bekannt nicht nur durch seine einzigartig-koloniale Architektur, ist ein wahres Paradies für Genießer lukullischer Freuden.
Das Flair der spanischen Kolonialzeit erhält hier geradezu musealen Charakter und stilisiert die Stadt zu einem lebendigen Kulturdenkmal. Auf der Suche nach dem einzigartigen Genusserlebnis stößt der Ästhet auf zahlreiche Gelegenheiten:
Die Produktion von guatemaltekischer Schokolade lässt sich in der “Chocotenango” erleben, mehr als 30 Sorten des hochwertigen Kakaoprodukts warten auf Verkostung.
Echte guatemaltekische Zigarren sind heute schwer zu finden, da die Tabak-Anbaugebiete sich stark verringert haben in den letzten Jahren. Daher gelten sie unter Kennern als Geheimtip. In Antigua befindet sich eine der wenigen Verkaufsstellen dieser Zigarren der Marke “Tikal” aus dem gleichnamigen Anbaugebiet: Abaroteria Aylan, 6 Avendia Norte N. 1, La Antigua.

Kaffee aus dem Hochland Guatemalas, vor allem aus der Gegend von San Lucas, sind als Genuss der besonderen Art bereits in Deutschland bekannt. Ein echtes Erlebnis bildet daher das Vergnügen, den Kaffee im Land seines Anbaus frisch und ursprünglich zu probieren. In Antiguas Kaffeemuseum wird zudem die Anbauweise und Verarbeitung anschaulich dokumentiert.
Zu Ruhe und Enspnannung in sakraler Umgebung lädt das Hotel Casa Santo Domingo ein, das sich in einem umgebauten Kloster befindet. In den alten Klostermauern lässt diese Luxusherberge dem Wellnessgenießer kaum einen Wunsch offen.

Rum – das elegante Elixier des Lebens

Ein echter Geheimtipp zumindest noch für Europäer ist der Rum aus Guatemala. Die Rumfabrik “Industrias Licoreras de Guatemala” ist hier führender Vertreter der Herstellung. Mit einer Lagerung von bis zu 23 Jahren und besonderen Techniken der Rumverfeinerung erhält guatemaltekischer Rum seine besondere Note. Anbaugebiet für den Grundstoff Rohrzucker ist vorwiegend die Pazifikküste, während der Rum selbst für seinen jahrzehntelangen Reifungsprozess in hellen Eichenfässern in der Gegend von Chichicastenango, dem Hochland in kühler Umgebung gelagert wird. Der Topseller in Deutschland: Der “Zapaca Centario”, 23 Jahre alt und der Cognac-ähnliche “Zapaco Centario XO”, der im “französischen Flaschenmaß” (bauchige Kubusform) abgefüllt wird.

Guatemala ist ein Land für Individual- und Ökotouristen. Massentourismus wird es hier nicht geben und ist auch seitens des Staates langfristig nicht beabsichtigt, da es dem Land mehr schadete als nützte. Der Freund besonderer Erlebnisse, der Genießer außergewöhnlicher Erfahrungen und der Abenteurer auf den Spuren von Mythos und Kultur findet hier in der Seele der Erde das Paradies.

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