Gâteaux et Pâtisseries: Wien bevorzugt die süße Seite der französischen Küche

Von Sarah van den Berg
Crème Brûlée, Macarons und Croissants: Die süße Seite der französischen Küche kommt besonders gut an.
Crème Brûlée, Macarons und Croissants: Die süße Seite der französischen Küche kommt besonders gut an. - © dpa
Käse, Baguette und Wein assoziiert man sofort mit der französischen Küche. In Wien ist es aber eher die süße Seite, die weit verbreitet und sehr beliebt ist. Mousse au Chocolat, Crêpes und Croissants gibt es vielleicht an jeder Ecke, aber besonders gute nur an jeder zweiten. Im Rahmen der „Kulinarischen Weltreise“ hat VIENNA.AT Tipps für französische Restaurants zusammengestellt.

Die französische Küche steht für Vielfalt und Qualität und blickt auf eine lange Tradition zurück. Sie gilt als die einflussreichste Küche Europas und das „gastronomische Mahl der Franzosen“ wurde von der UNESCO bereits vor Jahren zum immateriellen Weltkulturerbe erklärt. Wie viel Einfluss die cuisine française tatsächlich hat, lässt sich sehr gut anhand ihrer Saucen aufzeigen, denn Sauce Béchamel, Sauce Béarnnaise, Sauce Hollandaise, Mayonnaise und Remoulade sind aus kaum einem europäischen Land mehr wegzudenken. Aber auch die süße Seite der französischen Küche konnte die Welt – und auch Wien – mit Crème brûlée, Mousse au Chocolat, Croissants und Eclairs für sich gewinnen.

Französische Restaurants in Wien

Im Le Bol (1., Neuer Markt 14) kann man vom ausgiebigen Frühstück am Morgen bis hin zur Käseplatte mit Rotwein am Abend alle Mahlzeiten genüsslich abdecken. Die Gerichte auf der Karte sind eher klein (Salate, Suppen und Baguettes), aber sehr abwechslungsreich und in großer Auswahl vorhanden. Auch Spezialitäten wie Quiche oder Zwiebelsuppe sind erhältlich. Süßes stammt aus der Kuchen- und Tortenmanufaktur Fruth (s. unten). Täglich ab 8 Uhr geöffnet, an Sonn- und Feiertagen ab 10 Uhr.

Gleich zwei Filialen seiner Confiserie betreibt Meister Eduard A. Fruth in Wien. Eigenen Angaben nach ist er „Chocolatier und Pâtissier aus Leidenschaft“, der besonders gerne „Kreationen für alle Sinne“ erarbeitet. Und das ist kein bisschen übertrieben.Im Sortiment gibt es neben Keksen, Kuchen und Torten auch Eclairs, Pariser Spitz und Mousse au Chocolat. Je nach Saison wird auch Mousse mit frischen Früchten angeboten. Pralinen werden ohne Konservierungsmittel oder künstliche Aromen hergestellt. Seit dem 2. November gibt es bei Fruth wieder Leckereien mit frischen Maroni. Die Filiale in der Kettenbrückengasse 20 hat Dienstag bis Freitag von 11 bis 19 Uhr und Samstag von 9 bis 17 Uhr geöffnet, die Filiale auf der Wiedner Hauptstraße 114 Dienstag bis Freitag von 11 bis 19 Uhr und Samstag von 9 bis 15 Uhr.

Deutlich mehr als die namengebenden Crêpes stehen auf der Speisekarte von Ma Crêperie (1., Grünangergasse 10). Muscheln, Schnecken und Bouillabaisse sind nicht jedermanns Sache und wer sich da zunächst nicht drüber traut, kann sich auf die Crêpes mit süßer oder herzhafter Fülle verlassen. Es gibt mehrere Gasträume (für Raucher und Nichtraucher) mit klingenden Namen wie „Kaminzimmer“, „Sternenzimmer“ oder „Spiegelzimmer“. Geöffnet hat das Restaurant Montag bis Freitag von 17 bis 23.30 Uhr, sowie Samstag und Sonntag von 11 bis 23.30 Uhr.

Macarons sind die wohl derzeit angesagtesten Kekse überhaupt. Einst eine Spezialität eines Klosters in Nancy sind sie nun auch wörtlich in aller Munde. Bei Süssi – Salon de Thè Français (4., Operngasse 30) gibt es sie gleich in zehn Geschmacksrichtungen. A propos Geschmack: Bei der Einrichtung des Teesalons scheiden sich die Geister. Kitschig meinen die einen, stilvoll die anderen. Einig werden sich beide Parteien bei folgendem Statement: „Dieser Teesalon sucht vergeblich seinesgleichen.“ Neben zahlreichen Teesorten und viel Süßem finden sich auch herzhafte Gerichte auf der Speisekarte. Fast alles gibt es auch zum Mitnehmen. Dienstag bis Samstag von 11 bis 21 Uhr und Sonntag von 13 bis 21 Uhr geöffnet.

Das Le Troquet (7., Kirchengasse 18) bietet eine wöchentlich wechselnde Karte. Fixpunkt ist jedoch der Donnerstagabend, an dem Koch Alexandre stets Moules-frites, also Miesmuscheln mit Pommes Frites, serviert. Reservierung ist dringend notwendig. Ab und zu legen in dem Restaurant, das leider längst kein Geheimtipp mehr ist, auch DJs auf. Montag bis Samstag von 11 bis 01.30 Uhr geöffnet.

Weitere Artikel aus der Reihe “Kulinarische Weltreise durch Wien” finden Sie hier.

(SVA)

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