Gastrobetreiber der Wiener EM-Fanzone endgültig in Konkurs

Wiener EURO-Fanzone war für die Wirte kein gutes Geschäft
Wiener EURO-Fanzone war für die Wirte kein gutes Geschäft - © APA (Archiv)
Endgültiger Schlusspfiff für die Wiener “Event & Gastro GmbH”: Das bereits im November 2008 in den Ausgleich gegangene Catering-Unternehmen musste nun den Konkursantrag beim Handelsgericht Wien einbringen.

“Eine Fortführung des Unternehmens ist nicht mehr möglich”, so der Kreditschutzverband von 1870 (KSV) am Dienstag in einer Aussendung. Die Gesellschaft hatte bei der Fußball-Europameisterschaft 2008 die Generallizenz über die Gastronomiebetriebe in der Wiener Fanzone über.

Diese war dem Unternehmen von der damaligen “Stadt Wien Marketing und Prater Service GmbH” (mittlerweile “Stadt Wien Marketing GmbH”) vergeben worden. Die hohen Lizenzkosten sollten sich primär über die Vergabe von Verkaufsständen an mehr als 80 Wirte amortisieren. Durch Besucherausfälle bei gleichzeitig hohen Mieten machten die Wirte nach eigenen Angaben jedoch überwiegend Verluste und forderten die teilweise Rückerstattung der Mietkosten.

Als Ursachen für den neuerlichen Vermögensverfall gebe die “Event & Gastro GmbH” nun an, dass es einerseits nicht gelungen sei, eine hohe offene Forderung einzubringen, und sich andererseits das Geschäftsfeld der Veranstaltungsorganisation dank der Wirtschaftskrise rückläufig entwickle, so der KSV.

Die Aktiva des Unternehmens liegen demnach bei 820.000 Euro, die Passiva bei rund 2,9 Mio. Euro. Der zu bestellende Masseverwalter werde die Liquidation des vorhandenen Vermögens vornehmen müssen, so der KSV.

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