Gaming-Highlights 2017: Die interessantesten Spiele des Jahres im Überblick

Von Christoph Stachowetz
"Hellblade: Senua's Sacrifice" ist eines der Gaming-Highlights 2017
"Hellblade: Senua's Sacrifice" ist eines der Gaming-Highlights 2017 - © Ninja Theory, Sony
Das Jahr 2017 bietet für Gamer auf den ersten Blick kaum mehr als Fortsetzungen großer Spielereihen. Bei genauerer Betrachtung sieht man aber doch eine Vielzahl interessanter neuer IPs und vermeintlich große Änderungen bei altbekannten Franchises. Einen Überblick über die interessantesten Ankündigungen für dieses Jahr ist hier zu finden.

Nachdem derzeit noch einige große Bekanntgaben ausstehen – besonders gespannt dürfte man auf die Rückkehr der “Assassin’s Creed”-Reihe aus der selbst auferlegten Auszeit sein – und gerade der Indie-Bereich immer für eine Überraschung gut ist, darf diese Auflistung als kleiner Ausschnitt in das Videospieljahr 2017 gesehen werden – mit der Hoffnung auf viele weiteren Release, natürlich.

Resident Evil 7: Biohazard (24.1.)

Eine Rückkehr zu den Horror-Wurzel der Serie soll der neueste Ableger von “Resident Evil” darstellen. Man darf gespannt sein, ob der Wechsel in die Ego-Perspektive den gewünschten Effekt bringt oder schlicht nur auf Jump-Scares gesetzt wird. Die ersten Spielmomente sehen jedenfalls vielversprechend aus.

Nioh (9.2.)

Team Ninja kehrt zurück und der Hype rund um “Nioh” ist überraschend groß. Die vor allem mit der “Dead or Alive”- und dem Reboot der “Ninja Gaiden”-Serie bekannt gewordenen japanischen Entwickler machen eigentlich kaum überraschendes: Verweise auf einen hohen Schwierigkeitsgrad, Hack’n Slash-Anleihen an die “Dark Souls”-Spiele und darüber reichlich japanische Mythologie – klingt sehr nach “Onimusha”, weswegen die Vorfreude auch entsprechend sein darf.

For Honor (14.2.)

Eine MOBA-ähnliche Schlachtplatte mit Wikingern, Rittern und Samurai aus dem Hause Ubisoft sorgt schon seit einiger Zeit für Aufregung und so manche Schlagzeile, langsam wird nun klar, warum: In “For Honor” treffen nicht nur einfach Fraktionen aufeinander, sondern zahlreiche untergeordnete Klassen, die zudem mittels taktischem Kampfsystem samt “Schere-Stein-Papier”-Prinzip für Abwechslung sorgen.

Horizon: Zero Dawn (28.2.)

Die “Killzone”-Macher Guerilla stürzen sie auf ein neues Projekt, bei dem sie zwar wieder eine Zukunftsvision darbieten, jedoch die grau-braun-Tönen der Shooter-Reihe austauschen. Inmitten einer blühenden Landschaft darf Jagd auf Robo-Saurier und allerlei Techno-Fauna gemacht werden, man setzt nun auf bewährtes Third-Person-Action-Adventure-Gameplay.

Nintendo Switch (3.3.)

Natürlich rein technisch gesehen kein Spiel, dennoch ein Highlight für die gesamte Branche: Ein Konsolenstart, noch dazu von Urgestein Nintendo selbst. Es wird wieder auf ungewöhnliche Steuerung gesetzt, diesmal kann das Gerät gleichermaßen portabel wie auch vor dem heimischen Fernseher verwendet werden. Recht teuer gestalten sich jedoch sämtliche zusätzlichen Add-Ons wie Controller und dergleichen, auch die Auswahl an Spiele zum Start ist – vorsichtig ausgedrückt – eher spärlich. Man wird sehen, ob Nintendo nach dem Wii U-Fehlschlag wieder einen Hype entfachen kann.

The Legend of Zelda: Breath of the Wild (3.3.)

Als nicht nur einer, sondern DER Verkaufsanreiz für Nintendos neue Konsole, die “Switch”, ist der neue “Zelda”-Titel einem enormen Erwartungsdruck ausgesetzt, mehr als vermutlich bei jedem anderen Ableger der langlebigen Spielserie. In “The Legend of Zelda: Breath of the Wild” wird der Spieler nun in eine offene Spielwelt versetzt, die voller Monster, aber auch sammelbarer Objekte ist, die munter für eigene Zwecke benutzt werden können – been there, done that. Ob angesichts der Vielzahl an (hervorragenden) Titeln jener Art – Stichwort: “Skyrim” – noch Bedarf an einem weiteren Spiel des gleichen Schemas vorhanden ist, werden die Verkaufszahlen weisen.

Tom Clancy’s Ghost Recon: Wildlands (7.3.)

Teil zehn im “Ghost Recon”-Franchise, Teil eins der Reihe, der auf Open-World-Gameplay setzt. Taktisches Vorgehen ist auch in diesem Ableger gleichermaßen verpflichtend wie (vermutlich) ausgereift, das neue Setting in Bolivien sieht bei “Tom Clancy’s Ghost Recon: Wildlands” jedenfalls doch recht vielversprechend aus.

Mass Effect Andromeda (21.3.)

Mal ehrlich: Hat wirklich jemand damit gerechnet, das die “Mass Effect”-Reihe trotz des in Sachen Handlung verheerenden letzten Teils keine weiteren Nachfolger spendiert bekommt? Wie auch immer, Auftritt “Mass Effect: Andromeda”: Neuer Protagonist (eher: Protagonistin, aber traditionell sowieso anpassbar), neue Galaxie zum erkunden und ein mutmaßlich kompakterer Erzählstrang, der Franchise-Kenner und Neulinge begeistern soll – was will der Sci-Fi-Action-RPG-Fan mehr.

Injustice 2 (16.5.)

Eine feine Durchmischung aus Helden und Bösewichte war bei “Injustice: Gods Among Us” schon beim Release 2013 vorzufinden, auch die Handlung – ja, sowas scheint wohl nur die Entwickler von Netherrealm Studios (“Mortal Kombat”) zu interessieren in einem Kampfspiel – konnte begeistern. Die Fortsetzung dürfte allen Anschein nach die Story rund um den faschistoiden Superman und den daraus entstandenen Konflikt weiterführen, auf neue Spielfiguren darf man sich natürlich schon freuen.

Uncharted: The Lost Legacy (2017)

Ursprünglich als Erweiterung des Spieleblockbusters “Uncharted 4: A Thief’s End” konzipiert, wurde die Entwicklung von “Uncharted: The Lost Legacy” schnell als eigenständiges Projekt geführt. Neben den typischen Elementen der Serie – also cineastische Erzählweise, exotische Lokalitäten und dynamisches Kampfsystem – soll ein etwas anderer “Ton” zu Tage treten.

Prey (2017)

Zahlreiche Ankündigungen, dann schlussendlich die Einstellung des Projektes im Jahr 2014, nun ein “Re-Imagining” des 2006 erschienen Shooters: “Prey” wird in diesem Jahr sicherlich für Verwunderung sorgen, sofern es erscheinen sollte. Die ersten Gameplay-Ausschnitte lassen auf düsteren Sci-Fi-Horror-Shooter-Spaß auf einer Raumstation schließen und beim Gedanken an artverwandte Titel wie “Dead Space”,”Alien: Isolation”, “Bioshock” oder auch “Dishonored” kann man wohl vorsichtig optimistisch sein.

Cuphead (2017)

Sie kommen immer häufiger, die kleinen Indie-Projekte, welche nur so vor Charme sprühen. Als einer der vermutlich interessantesten Vertreter in diesem Jahr lässt sich zweifellos “Cuphead” anführen, der mit grandioser Präsentation und zugleich Hardcore-Gameplay punkten will bzw. wird. Handgezeichnete Figuren im 30er-Jahre-Cartoon-Stil und ein glorioser Jazz-Soundtrack tun dabei ihr übriges.

Red Dead Redemption 2 (2017)

Es ist zwar noch nicht viel zu “Red Dead Redemption 2” bekannt, man darf aber vermuten, dass der Rockstar-Titel dem schon jetzt gewaltigen Hype entsprechen wird. Der Wilde Westen darf nun erneut unsicher gemacht werden, im Herbst darf man sich dann endlich wieder in den Sattel schwingen und Unfug treiben.

Vampyr (2017)

“Life is Strange” war ein mehrfach ausgezeichneter Überraschungshit von 2015, der sicher noch vielen Spielern im Gedächtnis geblieben ist. Nun kehren die Entwickler Dontnod mit einem neuen Werk zurück, der schon über den Titel selbst Aufschlüsse über die Handlung geben dürfte: Im London des frühen 20. Jahrhunderts übernimmt man die Rolle eines zum Vampir transformierten Arztes, moralische Handeln ist auch hier Teil des Gameplays.

Absolver (2017)

Eine große Videospielwelt erkunden, Gegner eliminieren und Loot sammeln, um die eigene Ausrüstung zu verbessern: Klingt an sich wenig spannend weil schon zu oft gesehen bzw. erlebt, “Absolver” versucht jedoch, dem Ganzen einen neuen Anstrich zu verleihen. Das Action-RPG setzt bei den zahlreichen Auseinandersetzungen auf Beat’em Up-Gameplay, was bei den ersten Eindrücken aus veröffentlichten Videos schon sehr spannend aussieht.

Torment: Tides of Numenera (2017)

Ein Genre kann noch so alt und oder fast vergessen sein, dem Aussterben selbst wird es zumindest im Gamesbereich niemals sein. So können sich Fans des legendären “Planescape: Torment” bzw. RPGs aus isometrischer Perspektive wohl ebenso wie die zahlreichen Unterstützer der Rekord-brechenden Kickstarter-Kampagne freuen, dass “Torment: Tides of Numenera” noch in diesem Jahr erscheinen wird.

Little Nightmares (2017)

Düstere Puzzle-Plattformer gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, glücklicherweise sind eine Vielzahl davon sowohl in Sachen Präsentation wie auch Story sehr überzeugend und beeindruckend (man denke etwa an den Klassiker “Limbo” oder jüngst das vom gleichen Entwickler stammende, faszinierend-verstörende “Inside”). Die schwedischen Entwickler von Tarsier bringen demnächst “Little Nightmares” auf den Markt, der genau in diese Schiene fällt und schon jetzt mit seinem ungewöhnlichen Stil zu gefallen weiß.

Hellblade: Senua’s Sacrifice (2017)

Ein großes Ziel, welches man wohl nur dann ernst nehmen kann, wenn man die umtriebigen und erfahrenen Entwickler von Ninja Theory (“Enslaved: Odyssey to the West”, “DmC: Devil May Cry”) dafür in Betracht zieht: Ein Indie-Studio, das sich vornimmt, mit begrenzten Mitteln einen AAA-Titel zu entwickeln. Dank zahlreicher Einblicke hinter die Kulissen, bei denen großen Problemen mit kreativen Lösungen begegnet und zugleich ein umwerfendes Ergebnis erzielt wird, sollte man sich den hoffentlich baldigen Release von “Hellblade: Senua’s Sacrifice” vormerken.

(Red.)

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