Fußball: Das erwarten die Bundesliga-Trainer im Frühjahr

Ab 6. Februar geht die Bundesliga weiter.
Ab 6. Februar geht die Bundesliga weiter. - © APA/Barbara Gindl
Die Trainer der zehn Bundesliga-Vereine rechnen mit einem engen Meisterrennen und einem spannenden Abstiegskampf.

Red Bull Salzburg, Austria Wien und Rapid Wien sind vor dem Frühjahrsstart in der Bundesliga an der Tabellenspitze nur durch drei Punkte getrennt. Es kündigt sich also in den ausstehenden 16 Runden ein enges Rennen an. Damit rechnen auch die meisten Liga-Coaches. Einer Umfrage der APA zufolge wird es einen Dreikampf oder ein Duell Salzburg gegen Rapid geben.

Bei den “Bullen” ist mit Oscar García ein neuer Trainer im Amt. Ob alle Automatismen beim Tabellenführer und Titelverteidiger schon zu Beginn funktionieren, wird sich zeigen. Der Spanier verzichtete wohl auch deshalb darauf, große Töne zu spucken. “Den Regeln nach wird jene Mannschaft Meister, die am Ende der Saison die meisten Punkte hat. Ich hoffe aber natürlich, dass das der FC Red Bull Salzburg sein wird”, so der 42-Jährige.

Rapid-Trainer Barišić: “Salzburg ist Favorit”

Die Verfolger ließen sich nicht in die Favoritenrolle drängen. “Salzburg oder Rapid wird Meister und wir werden versuchen, sie so lange wie möglich zu ärgern”, sagte Austria-Trainer Thorsten Fink. Die Einschätzung von Rapids Zoran Barišić lautete folgendermaßen: “Favorit ist Salzburg, aber im Fußball ist immer alles möglich.”

Mit einem echten Dreikampf rechnen Altachs Damir Canadi und Paul Gludovatz. “Salzburg hat einen neuen Trainer. Rapid hat den Dämpfer, dass sie im Europacup sind, da ist es nicht zu erwarten, dass sie eins zu eins so gut auch in der Meisterschaft spielen. Die Austria hätte am Schluss schon wegziehen können. Es ist zu erwarten, dass sich die drei Teams den Meister ausmachen”, analysierte der Ried-Trainer.

Auch Sturms Franco Foda traut allen drei Mannschaften den Titel zu, schränkte aber gleichzeitig ein: “Salzburg ist schon der große Favorit, sie haben von allem das Meiste und Beste.”

Baumeister und Vastić legen sich fest

Geht es nach Grödigs Peter Schöttel und Heimo Pfeifenberger vom WAC, dann hat die Austria keine Chance, kommt es zu einem Zweikampf zwischen Salzburg und Rapid. “Bei Rapid wird viel davon abhängen, wie weit sie in der Europa League kommen, bei Salzburg ist ein neuer Trainer, da muss man schauen, wie sie in die Gänge kommen. Am Anfang der Meisterschaft hätte ich auf Rapid getippt, jetzt sind für mich eher wieder die ‘Bullen’ zu favorisieren”, lautete die Einschätzung des WAC-Trainers. Einen klaren Meistertipp gaben nur Admiras Ernst Baumeister und Mattersburgs Ivica Vastić ab, sie legten sich auf Salzburg fest. Die García-Truppe geht mit einem Polster von zwei Punkten auf die Austria und drei Zählern auf Rapid am kommenden Wochenende ins kurze Frühjahr. Sturm Graz und der Admira fehlen schon acht Punkte auf Rang eins, sie dürften ins Titelrennen nicht mehr eingreifen können.

Nach hinten hin hat das Duo zehn Punkte Vorsprung auf den Abstiegsplatz. Das ist für Baumeister zu wenig, um fix den Klassenerhalt in der Tasche zu haben. “Bis zu Sturm Graz sind alle Teams im Abstiegskampf”, bleibt der Admira-Coach vorsichtig. Der Rest rechnet damit, dass der Abstiegskampf bei den sechstplatzierten Altachern beginnt. “Heuer haben wahrscheinlich für die Mannschaften auf den Rängen sechs bis zehn die letzten 16 Spiele Endrunden-Charakter. Die Erwartungshaltung kann sich faktisch mit jedem Spiel drehen”, sagte Rieds Paul Gludovatz.

Auch der Abstiegskampf bleibt spannend

Für Schöttel ist Altach kein Abstiegskandidat mehr, Mattersburg sieht er dafür schon noch in Gefahr. “Ich spekuliere damit, dass Mattersburg da hinten noch reinrutscht, vor allem nach dem Abgang von Onisiwo”, so der Grödig-Coach. Einig sind sich alle, dass heuer kein Team abreißen wird. “Es wird bis zum Schluss ein harter Kampf werden”, sprach Mattersburgs Ivica Vastić auch im Namen seiner Kollegen.

Die schlechteste Ausgangssituation hat dabei das Überraschungs-Schlusslicht WAC. “Es werden Kleinigkeiten entscheiden, es wird eine reine Mentalitätsgeschichte”, weiß Pfeifenberger, worauf es ankommen wird. Seine Truppe (19) hat mit Ried (22), Grödig (23), Mattersburg (25) und Altach (25) gleich vier Teams in Sichtweite.

(APA, Red.)

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