Fußball-Bundesliga-Spitzenspiel: Sturm Graz und Rapid Wien trennen sich 2:2

Philipp Schobesberger (Rapid/ links) und Igor Oshchypko (Sturm) beim Spiel in Graz
Philipp Schobesberger (Rapid/ links) und Igor Oshchypko (Sturm) beim Spiel in Graz - © APA
Am Sonntag hat das Spitzenspiel der 31. Fußball-Bundesliga-Runde zwischen Sturm Graz und Rapid hat am Sonntag in der mit 15.300 Zuschauern ausverkauften UPC-Arena mit 2:2 (1:1) geendet.

Damit bleibt das Rennen um den begehrten zweiten Platz, der zur Teilnahme an der Champions-League-Qualifikation berechtigt, völlig offen. Derzeit ist Rapid mit 54 Punkten vor Sturm und Altach (je 52) in der Pole Position.

Rapid Wien zwei Mal in Führung

Die Grün-Weißen gingen durch Philipp Schobesberger (8.) und Thanos Petsos (54.) zweimal in Führung, den Gastgebern gelang durch Simon Piesinger (16.) und Daniel Beichler (70.) jeweils der Ausgleich. Nach Gelb-Rot für Roman Kienast (87.) und Michael Madl (94.) in einer hektischen Schlussphase beendeten die Steirer die Partie mit nur neun Mann.

Schon die Anfangsphase verlief turbulent. Nach einem Einwurf für Rapid auf der Höhe des eigenen Strafraums kam der Ball über Steffen Hofmann zu Schobesberger. Der Flügelspieler, der Sturms neu formierter Abwehr während der gesamten Partie schwere Probleme bereitete, gewann das Laufduell mit Igor Oschtschypko, überspielte Sturm-Goalie Christian Gratzei und schob zur Führung für die Gäste ein. Zwei Minuten zuvor hatte Rapid nach einem Zweikampf zwischen Schobesberger und Wilson Kamavuaka vergeblich einen Elfmeter gefordert.

Ausgleich für Sturm Graz

Sturm glückte bereits mit der ersten ernst zu nehmenden Chance der Ausgleich. Nach einer Freistoßflanke von Thorsten Schick war die Rapid-Abwehr desorganisiert, Piesinger bedankte sich und durfte unbedrängt zum 1:1 einköpfeln (16.). Danach drosselten beide Teams vorerst das hohe Tempo – Höhepunkte bis zum Pausenpfiff waren ein relativ harmloser Hofmann-Schuss und ein brutales Foul von Sturm-Verteidiger Michael Madl an seinem Ex-Clubkollegen Florian Kainz, das nur mit der Gelben Karte geahndet wurde.

Nach dem Seitenwechsel entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Vorteilen für Rapid. Bereits wenige Sekunden nach Wiederanpfiff sorgte Robert Beric mit einem Weitschuss für Gefahr. In der 54. Minute zog Petsos aus rund 40 Metern ab, den Schuss mit eigenwilliger Flugkurve wehrte Gratzei via Latten-Unterkante ins eigene Tor.

Fans schimpften auf Kainz

Danach verabsäumte es Rapid, die Entscheidung herbeizuführen. In der 61. Minute scheiterte Hofmann per Freistoß an Gratzei, eine Minute später war der Sturm-Keeper bei einem Distanzschuss von Petsos zur Stelle und in der 68. Minute entschärfte Gratzei einen Flachschuss von Kainz, der von Sturm-Fans auf tiefstem Niveau beschimpft wurde.

Die Strafe für die vergebenen Chancen folgte in der 70. Minute: Schick spielte auf den eingewechselten Daniel Beichler, dem mit einem platzierten Schuss das 2:2 gelang. Zwei Minuten später rettete Madl in extremis vor dem einschussbereiten Beric.

Ausschlüsse bei Bundesliga-Spiel

Danach gab es zwar keine Torchancen mehr, dafür aber viel Hektik und zwei Ausschlüsse: In der 87. Minute sah Kienast Gelb-Rot, nachdem er Maximilian Hofmann mit hohem Bein im Gesicht getroffen hatte. In der 94. Minute folgte ihm Madl ebenfalls mit Gelb-Rot nach einer Attacke am Rapid-Innenverteidiger vorzeitig unter die Dusche.

Damit gab es in den vergangenen vier Liga-Aufeinandertreffen zwischen den beiden Clubs gleich sechs Ausschlüsse. Abgesehen von Kienast und Madl präsentierte Schiedsrichter Dominik Ouschan fünf weiteren Sturm-Kickern die Gelbe Karte, als einziger Rapidler wurde Petsos verwarnt – der Grieche fehlt nun im Spitzenspiel in einer Woche in Altach.

(apa/red)

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