Fünf Freunde

Fünf Freunde
Man kann sich gut vorstellen, wie das Konzept für die “Fünf Freunde” ausgesehen hat: ein freundlicher Familienfilm, mit kleinen Späßen für die Erwachsenen und spannenden Abenteuern für die Kinder, eben ein bisschen was von allem für alle.

Die Vorlage der britischen Bestsellerautorin Enid Blyton wurde von Regisseur Mike Marzuk sanft modernisiert, doch ernst genommen wurde der Stoff dabei leider nicht. So werden sowohl die Verbrecher als auch der Geheimagent zu Karikaturen, die meisten Figuren zu wandelnden Klischees – und der altmodische Charme der “Fünf Freunde” verläuft im Dünensand vor der berüchtigten Felseninsel. Ab Freitag (27.1.) im Kino.Wien. Auf der Insel hat Onkel Quentin (Michael Fitz) sein Labor, in dem er an einer Methode zur Energieumwandlung arbeitet. Dass Bösewichte hinter diesen Forschungsergebnissen her sind, müssen Julian (Quirin Oettl), Dick (Justus Schlingensiepen) und Anne (Nele-Marie Nickel) sowie ihre Cousine Georgina, bevorzugt George genannt (stark: Valeria Eisenbart), bald in einer alten Schmugglerhöhle mit Schrecken entdecken. Aus dem geruhsamen Sommerurlaub wird ein Abenteuer, aus dem alten Schiffswrack das Hauptquartier für die Nachforschungen – und auch wenn die Kinder nirgends ernst genommen werden, decken sie mit Geduld und Spürsinn nach und nach die große Verschwörung auf.

Es ist eigentlich ein Wunder, dass die drei Geschwister und ihre Cousine nicht schon längst den Weg auf die Leinwand gefunden haben. Gemeinsam mit ihrem Hund Timmy bildet die eingeschworene Bande mit mehr als 100 Millionen verkaufter Bücher eine der beliebtesten Kinderbuch-Gangs überhaupt, Fernsehserien und Hörspiele waren stets erfolgreich. Dass das Produzenten-Team hinter “Die wilden Kerle” hier ein neues erfolgreiches Franchise gewittert hat, kann man sich also lebhaft vorstellen. Zumindest kurzweilig ist der 89-minütige, sich an die Serie anlehnende Film dann auch geworden – die brave Umsetzung lässt aber doch viel Spannung vermissen.

(APA)


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