Fünf Filme abseits des Mainstreams, die man sich für 2016 vormerken sollten

Von Christoph Stachowetz
Es müssen nicht immer große Blockbuster sein: "The Nice Guys"
Es müssen nicht immer große Blockbuster sein: "The Nice Guys" - © Constantin/Concorde Filmverleih
Neuauflagen von “Ghostbusters” und “Ben Hur”, Fortsetzungen von “Star Trek” und “Independence Day” sowie vorprogrammierte Kassenschlager wie “X-Men: Apocalypse” oder “The First Avenger: Civil War“: In Sachen Großproduktionen kommt im Jahr 2016 einiges. Aber auch abseits dieser Blockbuster finden sich einige interessante Projekte.


“High Rise”

Die großartige Romanvorlage der Sci-Fi-Legende J.G.Ballard (“Crash”) hat sich der britische Independent-Filmemacher Ben Wheatley (“A Field in England”) zu Brust genommen und mit Stars wie Tom Hiddleston, Jeremy Irons sowie Sienna Miller veredelt. Ein gesellschaftskritisches, dystopisches Bild wird in “High-Rise” gezeichnet, bei dem innerhalb eines scheinbar perfekt konzipierten Wolkenkratzers Chaos und Anarchie ausbricht. Wohl einer der großen (Sci-Fi-)Geheimtipps dieses Jahres.

“The Nice Guys”

Der Name Shane Black dürfte vielleicht einigen schon geläufig sein, hat doch der Mann etwa bei “Iron Man 3“-Regie geführt und Drehbücher zu Filme wie “Lethal Weapon” und “Last Boy Scout” geschrieben. Einer seiner wohl sehr zu Unrecht übersehenen Werke ist die Komödie “Kiss Kiss Bang Bang” von 2005, die Robert Downey Jr. in einer seiner unterhaltsamsten Rollen als Detektiv wider Willen durch allerlei absurde Handlungsgeflechte stolpern lässt. “The Nice Guys” scheint da in die gleiche Richtung zu drängen: Ein ungleiches Paar (Ryan Gosling und Russell Crowe) ermitteln beim vermeintlichen Selbstmord eines Pornodarstellers im LA der 1970er. Wenn er auch nur halb so lustig wie Blacks vorhergehende Filme ist, kann man wohl getrost eine Empfehlung aussprechen.

“Swiss Army Man”

Ohne zu übertreiben kann wohl jetzt schon behauptet werden, das es sich bei “Swiss Army Man” sicherlich um den schrägsten Film des Jahres handelt. Paul Dano (“There Will Be Blood”) strandet auf einer einsamen Insel und schwelgt dort in Hoffnungslosigkeit, bis schließlich Daniel Radcliffe (“Harry Potter”-Reihe) als Leiche an Land gespült wird. Doch ganz so leblos scheint der Verstorbene doch nicht zu sein, da er plötzlich sprechen beginnt. Man sollte sich auf jeden Fall den Trailer dazu ansehen, damit man sich in etwa vorstellen kann, was die Regisseure Dan Kwan und Daniel Scheinert da auf die Zuseher loslassen.

“The Founder”

Nach Walt Disney in “Saving Mr. Banks” nimmt sich Regisseur John Lee Hancock das nächste personifizierte Symbol der US-Gesellschaft vor: In “The Founder” spielt der frisch aus dem Karriere-Tiefschlaf geweckte Michael Keaton den Gründer von McDonald’s, Ray “The Hamburger King” Croc. Der gerade erst veröffentlichte Trailer sieht jedenfalls schon sehr vielversprechend aus. Talente wie Laura Dern, John Carroll Lynch, Nick Offerman und Patrick Wilson sind ebenfalls mit dabei.

“Kubo And The Two Strings”

Charlize Theron, Rooney Mara, Matthew McConaughey und Ralph Fiennes: Klingt nach großem Blockbuster-Kino, ist jedoch “nur” die Besetzungsliste an Synchronsprecher von “Kubo And The Two Strings.” Dabei sollte vor allem erwähnt werden, das es sich dabei um eine Produktion aus dem Hause Laika handelt, die zuvor mit Animationsmeisterwerken wie “Corpse Bride” und “Coraline” auf sich aufmerksam machen konnten. Bei ihrem neuen Film kommt der handgefertigte Animationsstil aufgrund des asiatische Setting voll zur Geltung, wie die ersten Trailer eindruckvoll belegen.

“The Light Between Oceans”

Das der US-Filmemacher Derek Cianfrance ein Gespür für die dramaturgische Aufarbeitung von schwierigen Beziehungen hat, zeigen seine bisherigen Filme “Blue Valentine” und ” The Place Beyond The Pines” wohl mehr als deutlich. Auch in “The Light Between Oceans” ist Konflikt vorprogrammiert: Michael Fassbender spielt darin einen Leuchtturmwärter, der mit seiner Frau Alicia Vikander an der westaustralischen Küste sein Tagwerk verrichtet. Das Leben der beiden ändert sich kurzerhand, nachdem sie ein Baby aus einem angeschwemmten Ruderboot retten und aufziehen. Das das Glück jedoch nicht auf Dauer währen soll, liegt da natürlich auf der Hand. Cianfrance wandelt zumindest im ersten Trailer zu “The Light Between Oceans” stilistisch auf den Spuren von Terrence Malick (“Knight of Cups”), was ja auch nicht die schlechteste Wahl ist.

(Red.)

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