Führungsgehälter in Stadt-Wien- Unternehmen sind sehr unterschiedlich

Führungsgehälter in Stadt-Wien-Unternehmungen divergieren teils stark
Führungsgehälter in Stadt-Wien-Unternehmungen divergieren teils stark - © apa/dpa (Sujet)
Der Stadt-Rechnungshof hat die Bezüge der Führungskräfte im Finanz- und Personalbereich des Wiener Krankenanstaltenverbunds (KAV) und fünf verschiedener Fonds der Stadt Wien geprüft.

Die Unterschiede in den Jahreseinkommen spiegelten “die Größe der Einrichtungen, die Bilanzsummen und die Anzahl der Mitarbeiter nicht gänzlich wider”, heißt es im am Donnerstag veröffentlichten Prüfbericht. Geprüft wurden neben dem KAV die Jahresgehälter 2013 von Führungskräften im Fonds Soziales Wien, im Kuratorium Wiener Pensionisten-Wohnhäuser, im Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds (waff), in der Wirtschaftsagentur Wien und im Wiener Wohnfonds.

Unterschiedliche Gehälter

Die Jahresbezüge der Leiter der Finanzbereiche in der KAV-Generaldirektion und in der Teilunternehmung Allgemeines Krankenhaus lagen bei etwas mehr als 100.000 Euro, während sich die Bandbreite bei diesen Gehältern in den einzelnen Gemeindespitälern zwischen rund 66.800 Euro und 89.000 Euro bewegte. Bei den im Rahmen der Prüfung betrachteten Fonds lagen die Jahreseinkommen der betreffenden Bediensteten zwischen rund 68.200 Euro und rund 122.800 Euro jährlich.

Im Personalbereich lagen die Jahresbruttogehälter der Führungskräfte im KAV (im Personalbereich der Generaldirektion, der Teilunternehmung Allgemeines Krankenhaus sowie in den übrigen in die Betrachtung einbezogenen Spitälern) zwischen 56.400 Euro und 89.300 Euro. Einen wesentlichen Faktor bei der Höhe der Bezüge stellten das Dienstalter und die Anzahl der Jahre in der betreffenden Funktion dar. Einfluss hatten außerdem erbrachte Mehrdienstleistungen sowie Zulagen. Auch bei den Fonds ist laut Bericht eine große Streuung bei den Jahresgehältern der Personalleiter erkennbar: Während diese in zwei Fonds rund 105.300 Euro bzw. rund 161.800 Euro betrugen, lagen sie in den drei übrigen Fonds zwischen 61.000 Euro und 77.700 Euro jährlich.

Zum Teil höhere Bezüge

Im KAV wurde die Höhe der Gehälter der Führungskräfte im wesentlichen durch die entsprechenden Kollektivverträge bestimmt. Neben dem Senioritätsprinzip waren etwa Zulagen und Nebengebühren für die Einkommenshöhe der Bediensteten ausschlaggebend. Demgegenüber stand bei den fünf Fonds der Stadt Wien größtenteils eine kompetenz- bzw. funktionsbezogene und in geringerem Ausmaß vom Alter abhängige Bezahlung im Vordergrund.

Die zum Teil höheren Bezüge in den Fonds im Verhältnis zu jenen des KAV wurden damit argumentiert, dass man sich in den Fonds am Gehaltsniveau des privaten Sektors orientiere und eine Gesamtverantwortung über den jeweiligen Bereich bestehe, während innerhalb des KAV eine Aufgaben- und Verantwortungsteilung vorherrsche. Hierzu merkte der Stadt-Rechnungshof allerdings an, dass der KAV sowohl in Bezug auf das Finanzvolumen als auch hinsichtlich der Bedienstetenanzahl die Fonds um ein Vielfaches übertreffe und die Zahl der von den Führungskräften des KAV unmittelbar zu führenden Mitarbeitenden – bis auf eine Ausnahme – über jenen in den Fonds liege.

(APA)

Leserreporter
Bild an VOL.AT schicken


0Kommentare

Herzlichen Dank für Ihren Kommentar - dieser wird nach einer Prüfung von uns freigeschaltet. Beachten Sie, dass dies gerade an Wochenenden etwas länger dauern kann. Kommentare von registrierten Usern werden sofort freigeschaltet - hier registrieren!

noch 1000 Zeichen