3. April 2009 09:07; Akt.: 3.04.2009 09:07

Fu Long nur mehr halbes Jahr in Wien

Fu Long nur mehr halbes Jahr in Wien © OTS/ smileshop zoovienna
Das Schönbrunner Pandakind Fu Long darf voraussichtlich nur noch bis August diesen Jahres im Zoo in Wien bleiben.

Dann läuft der Vertrag mit der Volksrepublik China aus und der Tiergarten-Star muss Österreich für immer verlassen. Die Chancen auf Verlängerung sind gering, sagte Tiergarten-Direktorin Dagmar Schratter zur APA. In Schönbrunn hofft man auf Nachwuchs. Paarungszeit wäre Ende April, Anfang Mai. Derzeit übt Fu Long mit seiner Trainerin Pfote geben, damit Tierärzte Röntgenaufnahmen machen oder Blut abnehmen können.

Die chinesischen Kollegen haben bereits angefragt, sagte Schratter, und den Tiergarten aufgefordert, den Transport in die Volksrepublik vorzubereiten. “Wir sind in Verhandlung, dass Fu Long in Europa oder zumindest bis Jahresende in Wien bleiben darf, sofern die Mutter nicht wieder trächtig wird”, so die Direktorin. Die Entscheidung liege aber bei den Chinesen, denen alle Pandas gehören. Wohin der kleine Panda gebracht wird, war der Geschäftsführung des Tiergartens nicht bekannt.

Schönbrunn könnte Fu Long aus Platzgründen aber gar nicht halten. “Wir haben nur Gehege für ein Paar plus ein Junges”, sagte Schratter. Pandakinder bleiben außerdem nur eineinhalb bis maximal zwei Jahre bei der Mutter, dann wird es vertrieben oder es geht freiwillig. Auch wenn viele traurig sein werden, Einbußen bei den Besucherzahlen fürchtet die Direktorin aber nicht, wenn der Tiergarten-Star geht. Diese seien viel mehr vom Wetter abhängig.

Die Chancen auf Nachwuchs von Pandamännchen Long Hui und dem -weibchen Yang Yang stehen derzeit ganz gut. “Mitte Mai werden wir es wissen”, meinte Schratter. Klappt es allerdings nicht, wird es erst wieder im nächsten Jahr die Chance dazu geben. Pandas sind nur einmal im Jahr drei bis vier Tage lang fruchtbar.

Fu Long ist bereits 35 Kilogramm schwer. Seit Jänner übt er mit seiner Trainerin Eveline Dungl eine wichtige Kunstfertigkeit, nämlich Pfote geben. Die Sache hat einen tierärztlichen Hintergrund: Der kleine Panda muss wie seine Eltern lernen, auf Kommando, aber ohne Zwang, seine Pfote zu präsentieren, damit die Tierärzte Röntgenaufnahmen machen oder Blut abnehmen können.


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