“Frischer” Schlierenzauer: “Bei Tournee in Schwung kommen”

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"Schlieri" und Kollegen packen es an
"Schlieri" und Kollegen packen es an - © APA (dpa)
Gregor Schlierenzauer hat bei der Vierschanzentournee und auch im Startort Oberstdorf schöne Momente seiner Karriere erlebt. “In Oberstdorf überwiegen die positiven Emotionen. Aber das ist Geschichte”, sagte der zweifache Gesamtsieger am Donnerstag im Teamhotel. Nach einer Verletzung bemüht er sich um den Anschluss an die Spitze. “Mein großes Ziel ist es, während der Tournee in Schwung zu kommen.”

Nach einer Knieblessur ist der Rekordgewinner erst zwei Stationen vor der Tournee in den Weltcup eingestiegen. Die Wettkämpfe verliefen gar nicht nach seinem Geschmack. In Engelberg verpasste er nach sehr guter Qualifikation zuletzt zweimal das Finale der besten 30.

Doch nach vier Trainingseinheiten – in Seefeld und zuletzt mit dem Team in Garmisch-Partenkirchen ist der 27-Jährige zuversichtlich. “Ich bin jetzt einen Schritt weiter, um die Trainingsleistungen auch im Wettkampf rüberzubringen”, betonte Schlierenzauer.

Der Ex-Weltmeister hat in seiner mit 16 Jahren gestarteten Weltcup-Karriere (1. Sieg im Dezember 2006) Serienerfolge gefeiert, zahlreiche Reglementänderungen mitgemacht, zuletzt einige Blessuren und eine Sinnkrise überwunden und sich als Persönlichkeit entwickelt. Die Tournee 2015/16 hatte er abgebrochen (“Da war ich technisch auf dem Tiefpunkt”), die vergangene Auflage verpasste er infolge eines Kreuzbandrisses.

Rekord zum Greifen nah

Am Freitag kehrt der neunfache Tournee-Tagessieger (nur ein Erfolg fehlt, um den Rekord einzustellen) bei der Qualifikation in Oberstdorf (16.30 Uhr/live ORF eins) zurück. Und zwar nach eigenen Worten mental so frisch wie wohl noch nie.

“Die Motivation und die Leidenschaft sind sehr groß, wieder das Gefühl zu spüren, gut skizuspringen”, erklärte Schlierenzauer im tief verschneiten Oberstdorf. Er spüre, dass er nahe dran sei.

Den sportlichen Weg zurück bewältigte er mit dem Stams-Trainer Christoph Strickner und dessen junger Gruppe sowie mit ÖSV-Co-Trainer Harald Rodlauer. Heinz Kuttin, der Chef der ÖSV-Springer, glaubt fest daran, dass Schlierenzauer wieder ganz vorne landen kann. Doch auf dem Weg dorthin sei Geduld gefragt.

(APA)

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