Freundin zerstückelt – Mord-Urteil bestätigt

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Der 22-Jährige ermordete seine um ein Jahr jüngere Freundin und zerstückelte sie
Der 22-Jährige ermordete seine um ein Jahr jüngere Freundin und zerstückelte sie - © APA
Das Urteil gegen jenen jungen Mann, der seine Freundin in Hietzing ermordet und zerstückelt hatte, wurde bestätigt. Das Urteil – lebenslang – geht jetzt vor das OLG Wien.

Im Fall der von ihrem Ex-Freund in Wien-Hietzing gewaltsam zu Tode gebrachten und zerstückelten Studentin Stefanie P. hat der Oberste Gerichtshof (OGH) den erstinstanzlichen Schuldspruch wegen Mordes bestätigt. Wie OGH-Sprecher Kurt Kirchbacher am Dienstag erklärte, wurde die Nichtigkeitsbeschwerde des 23-jährigen Philipp K. in nichtöffentlicher Sitzung zurückgewiesen. Wien. Ob es bei der vom Erstgericht verhängten lebenslangen Freiheitsstrafe sowie der Einweisung in eine Anstalt für geistig abnorme Rechtsbrecher bleibt, hat das Wiener Oberlandesgericht (OLG) zu befinden. Die Akten sind bereits dem OLG zur Entscheidung übermittelt worden , sagte Kirchbacher. Philipp K. war am 11. Mai 2011 nach einer aufsehenerregenden Hauptverhandlung schuldig erkannt worden, in der Nacht auf den 2. Juli 2010 seine damals 21 Jahre alte Ex-Freundin in seiner Wohnung erstochen und anschließend zerteilt zu haben. Die einzelnen Leichenteile warf er dann in Müllcontainer in seiner Wohnhaus-Anlage. Die Höchststrafe hatte das Erstgericht mit der “besonders grausamen, rücksichtlosen und für das Opfer qualvollen Vorgangsweise” begründet. Stefanie P. sei nach einem “minutenlangen Todeskampf” gestorben.

Grausamer Mord mit persönlichem Hintergrund

Philipp K. soll seine Ex-Freundin, mit der er bis zuletzt eine rein sexuelle Beziehung unterhalten haben dürfte, mit mehreren Messerstichen in Hals, Brust und Bauch zu Tode gebracht haben. Laut Anklage fügte er danach dem Leichnam noch rund 200 Schnitt- und Stichwunden zu, wobei er am Unterbauch eine Tätowierung – ein Herz mit dem Schriftzug seines Vornamens – herausschnitt. Der Leiche wurden auch der Kopf und beide Oberarme abgetrennt. Die sterblichen Überreste soll Philipp K. nach dem Mord in zwei Müllsäcke gestopft und am nächsten Morgen in einem Müllcontainer in seiner Wohnhausanlage in Hietzing deponiert haben.

Tat bis zuletzt bestritten

Der Angeklagte Philipp K. hatte bis zuletzt die Bluttat bestritten. Er behauptete, mit Stefanie P. einen harmonischen Abend verbracht zu haben, ehe er gegen 23.00 Uhr infolge erheblichen Alkoholkonsums eingeschlafen sei. Als er im Morgengrauen erwachte, habe er die von fremder Hand getötete Stefanie P. neben sich vorgefunden: “Das Erste, was ich gesehen habe, war, dass die ganze Wohnung voller Blut war. Ich bin dann auf und hab’ mich umgesehen. Und da lag die Steffi da. Und sie war tot. Ich werde diesen Anblick nie vergessen. Sie ist irrsinnig entstellt gewesen.”

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