Freisprüche bei Prozess um Picasso-Gemälde

Der Betrugsprozess rund um ein Picasso-Gemälde endete mit Freisprüchen
Der Betrugsprozess rund um ein Picasso-Gemälde endete mit Freisprüchen - © APA (Sujet)
Nach eineinhalbjähriger Verhandlungsdauer endete am Freitag am Landesgericht in Wien der Prozess rund um ein angeblich gefälschtes Picasso-Gemälde.

Die beiden Angeklagten wurde freigesprochen, da die Indizien nicht ausreichend für eine Verurteilung waren.

Prozess um angeblich gefälschtes Picasso-Gemälde: Freisprüche

Die 53 und 48 Jahre alten Männer – ein ehemaliger Lokal-Betreiber und ein Kaufmann, beide wegen diverser Betrügereien vorbestraft – hatten von einem Bekannten in Serbien mehrere Gemälde erhalten. Sie stammten aus dem Besitz eines mittlerweile 86-jährigen serbischen Ex-Diplomaten und sollten in Österreich verkauft werden. Der Interessent, den die zwei Angeklagten für einen vorgeblichen Picasso fanden, der 300.000 Euro kosten sollte, entpuppte sich allerdings als verdeckter Ermittler der Polizei. Ein im Ermittlungsverfahren eingeholtes Gutachten stufte das gegenständliche Kunstwerk als Totalfälschung ein.

Eigentümer hält Gemälde weiterhin für echt

Der Eigentümer, der im Rechtshilfeweg in Serbien als Zeuge befragt wurde, hält das Gemälde allerdings weiterhin für echt, wie er betonte. “Er will es unbedingt zurückhaben”, merkte Werner Tomanek, der Verteidiger der Tatverdächtigen an. Das und der Umstand, dass aus der Sammlung des 86-Jährigen weitere Bilder angeboten werden, “lässt darauf schließen, dass das ein Picasso und kein Ramsch ist”, so Tomanek. Der Schöffensenat (Vorsitz: Andrea Philipp-Stürzer) fällte am Ende Freisprüche im Zweifel und verwies auf die mangelnde subjektive Tatseite der Angeklagten. Die Entscheidung ist nicht rechtskräftig, der Staatsanwalt gab vorerst keine Erklärung ab.

(APA/Red.)

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